45 Kilometer Blühstreifen angelegt
Bauern sorgen für Biene & Co.

Alverskirchen -

Alle reden vom Insektensterben, die Bauern im Kreis Warendorf unternehmen jetzt etwas dagegen.

Donnerstag, 10.05.2018, 10:03 Uhr aktualisiert: 10.05.2018, 10:10 Uhr
Viele Bauern im Kreis verzichten auf einen Teil ihres Ertrages, weil sie Blühstreifen auf ihren Äckern anlegen. Das Programm stellten vor (v. l.): Leonard Schulze Hockenbeck, Benedikt von Boeselager, Dr. Matthias Quas (WLV-Geschäftsführer), Dirk Spliethoff, Friedrich Neumann, Frank Neumann, Clemens Winkelkötter, Alwin Schulze Hockenbeck, Christoph Gerd-Holling und Frank Hartmeyer.
Viele Bauern im Kreis verzichten auf einen Teil ihres Ertrages, weil sie Blühstreifen auf ihren Äckern anlegen. Das Programm stellten vor (v. l.): Leonard Schulze Hockenbeck, Benedikt von Boeselager, Dr. Matthias Quas (WLV-Geschäftsführer), Dirk Spliethoff, Friedrich Neumann, Frank Neumann, Clemens Winkelkötter, Alwin Schulze Hockenbeck, Christoph Gerd-Holling und Frank Hartmeyer. Foto: Beate Kopmann

Denn in dieser Woche werden 45 Kilometer Blühstreifen angelegt. Zum Vergleich: Der gesamte Kreis Warendorf misst von Nord nach Süd 50 Kilometer.

370 Kilo Saatgut sind bereits ausgebracht. Die Mischung wurde aus zehn Kulturarten zusammengestellt – darunter Buchweizen, Koriander, Ringelblume und Bienenweide. „Das Interesse der Landwirte, die sich für die Biodiversität einsetzen, ist so groß, dass wir 150 Kilo Saatgut nachbestellen mussten“, sagte Christoph Gerd-Holling , Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Alverskirchen.

Das Saatgut wird von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft gesponsert. „Das Programm läuft zusätzlich zu anderen Blühstreifen-Aktionen, für die es normalerweise Ausgleichszahlungen gibt. In diesem Fall verzichten wir aber auf einen Teil unseres Ertrags.“

Das Interesse der Landwirte ist so groß, dass wir 150 Kilo Saatgut nach-bestellen mussten.

Christoph Gerd-Holling

Beteiligt an der Aktion sind Landwirte aus Warendorf, Ostbevern, Freckenhorst, Hoetmar, Ennigerloh, Everswinkel, Alverskirchen, Ahlen, Beckum und Wadersloh. Besonders froh sind die Bauern über die unbürokratische Umsetzung. Denn die Blühstreifen müssen nicht gesondert ins Flächenverzeichnis eingebracht werden. Eine Mitteilung an die Kreisstelle der Landwirtschaftskammer reicht.

Vier bis sechs Wochen soll es dauern, bis die Farbenpracht in den Blühstreifen zu sehen ist, erklärt Landschaftsgärtner Frank Hartmeyer, der die Saatgutmischung auf den Acker bringt. Der Schutzraum, der so für Bienen, Schmetterlinge und Insekten aller Art entsteht, kommt auch der Kulturlandschaft zugute. Schließlich sind 84 Prozent der heimischen Blütenpflanzen auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen.

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