IHK-Regionalausschuss tagt bei DMK
Ohne schnelles Internet keine Digitalisierung

Everswinkel -

Auf den Ausbau der Breitband-Infrastruktur drängt die gewerbliche Wirtschaft im Kreis Warendorf.

Donnerstag, 28.06.2018, 16:40 Uhr aktualisiert: 28.06.2018, 16:42 Uhr
Zu Gast bei DMK in Everswinkel (v. r.): Geschäftsführer Marcus-Dominic Hauck begrüßt den IHK-Regionalausschussvorsitzenden Carl Pinnekamp, Warendorfs Bürgermeister Axel Linke, Rechtsanwalt Nils Volmer und Dr. Eckhard Göske von der IHK Nord Westfalen.
Zu Gast bei DMK in Everswinkel (v. r.): Geschäftsführer Marcus-Dominic Hauck begrüßt den IHK-Regionalausschussvorsitzenden Carl Pinnekamp, Warendorfs Bürgermeister Axel Linke, Rechtsanwalt Nils Volmer und Dr. Eckhard Göske von der IHK Nord Westfalen.

„Die Unternehmen sind auf schnelles Internet angewiesen, um ihre Prozesse und Entwicklungen an das Tempo der Digitalisierung anpassen zu können“, betont Carl Pinnekamp , Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses. Kritisch sehen viele Unternehmen den Einsatz des sogenannten Vectoring im Kreis, bei dem herkömmliche Kupferleitungen Glasfaser auf den letzten Metern ersetzen. „Die damit realisierbaren Geschwindigkeiten sind zu niedrig“, so Pinnekamp.

Bei der DMK Eis GmbH in Everswinkel verschafften sich die Mitglieder des IHK-Regionalausschusses einen Eindruck, wie umfassend Produktionsprozesse in der Lebensmittelindustrie digitalisiert sein können. Geschäftsführer Marcus-Dominic Hauck unterstrich, dass die Digitalisierung in der Wertschöpfungskette für Speiseeis bereits in der Landwirtschaft beginne und „schon dort sehr weit fortgeschritten ist“.

Dr. Fritz Jaeckel, der sich als neuer Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen dem Regionalausschuss vorstellte, unterstrich, dass die Digitalisierung auch für eine Institution wie die IHK eine Herausforderung darstelle. Wichtiges Ziel sei es, den bereits laufenden Digitalisierungsprozess fortzusetzen, um die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedsunternehmen und IHK effizient zu gestalten.

Über die Entwicklung der Breitbandinfrastruktur in seiner Stadt berichtete Warendorfs Bürgermeister Axel Linke dem Gremium, in dem sich rund 50 Unternehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistung ehrenamtlich engagieren. Die Stadt habe sowohl durch Nachfragebündelung den privatwirtschaftlichen Ausbau unterstützt als auch mit Eigenmitteln öffentliche Maßnahmen gefördert, berichtete Linke. Dadurch werde sich die Internetgeschwindigkeit nun deutlich verbessern.

Ein Dauerthema für die Unternehmen bleibt die seit Ende Mai geltende neue Datenschutz-Grundverordnung. Der auf Datenschutzrecht spezialisierte Rechtsanwalt Nils Volmer (Münster) gab einen Überblick über die Rechtslage und zeigte auf, wie der Schutz personenbezogener Daten in Unternehmen gewährleistet werden kann. Deutlich wurde dabei, dass der rechtssichere Umgang mit den neuen Anforderungen viele kleine und mittlere Unternehmen vor Probleme stellt. Die Unternehmer sind sich einig, dass die Politik hier gefordert ist. „Der stetig zunehmende bürokratische Aufwand ist schädlich für den Mittelstand“, so Pinnekamp.

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