Freiwilligendienst sichert Förderung behinderter Kinder
Ein Gewinn für beide Seiten

Kreis Warendorf -

Der Satz kommt mit Überzeugung: „Man kann dabei so viel lernen und gewinnen“, sagt Tabea Schlüter im Gespräch über ihren Freiwilligendienst an der Heinrich-Tellen-Schule in Warendorf.

Freitag, 13.07.2018, 08:10 Uhr

Sie werben für Freiwillige Soziale Dienste (v. l.): Tobias Mörth, Tabea Schlüter mit Dominik, Yannis Mex und Maria Heuer.
Sie werben für Freiwillige Soziale Dienste (v. l.): Tobias Mörth, Tabea Schlüter mit Dominik, Yannis Mex und Maria Heuer. Foto: Hörnemann

Tabea fügt an, dass sie sich sicher auch deshalb dazu entschieden hat, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu machen, weil sie zum Abitur in 2017 schon gewusst habe, dass sie Heilpädagogik studieren wolle. Sie habe aber vorher nicht erwartet, dass es sie wirklich so viel weiter bringen würde.

Tabea ist eine von 19 Frauen und Männern, die an der Heinrich-Tellen-Schule im Freiwilligen Sozialen Dienst als BufDi (Bundesfreiwilligendienst) oder als FSJ ein Jahr lang in der zusätzlichen Förderung der Schüler eingesetzt werden. „Das sind engmaschige und intensive, oft 1:1-Betreuungen, die wir ohne die Freiwilligendienste nicht anbieten könnten, weil schlicht das Personal dafür nicht da wäre“, sagt Schulleiter Tobias Mörth. So kümmert Tabea sich von morgens früh, wenn der elfjährige Dominik bei der Schule ankommt, bis zum Nachmittag, wenn sie ihn wieder zum Schulbus bringt, um den schwerbehinderten Schüler, der auf seinen Rollstuhl angewiesen ist.

Die 1:1-Betreuung, könnten wir ohne die Freiwilligen nicht anbieten.

Tobias Mörth

Nicht ganz so viele Freiwilligendienstler hat Maria Heuer in ihrem Teresa-Kindergarten. Dort sind sieben junge Männer und Frauen in den Gruppen aktiv. Sie sind allerdings auch im Kindergarten besonders wichtig, wenn es um zusätzliche Förderung von Kindern mit Behinderungen geht. Yannis Mex, der dort nach einem Jahr BufDi bald ausscheiden wird, bestätigt die persönliche Motivation für den Dienst. „Ich hätte nicht wirklich gedacht, dass ich so viel für mich selbst und über mich selbst lernen könnte. Ich weiß jetzt, dass ich Erzieher werden will.“ Yannis arbeitet in einer heilpädagogischen Gruppe des Teresa-Kindergartens mit.

Fünf Stellen hat Tobias Mörth an seiner Schule für das nächste Schuljahr noch zu besetzen. Er sucht Mitarbeiter, die ähnliche Erfahrungen machen wollen, wie Yannis oder Tabea, die aber eben auch in der Einrichtung wichtig sind, um die Förderung und Betreuung für die Kinder sicher zu stellen.

Interessierte können auch kurzfristig zu Hospitationstagen in die Schule oder zum Kindergarten kommen. Anruf genügt. Motiviert fühlten sich übrigens Tabea und Yannis auch dadurch, dass die Freiwilligendienste mit 390 Euro Taschengeld und 50 Euro Verpflegungsgeld bezahlt werden. Im Einzelfall kommt noch Fahrtgeld dazu, wenn die Dienststelle nicht am Wohnort ist.

Bewerbungen bei Bernd Dütsche im Personalbüro des Caritasverbandes als Träger der Einrichtungen: Industriestraße 6, Warendorf, ✆ 0 25 81 / 94 59 29 oder www.caritas-warendorf.de

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