Ali Bas zu den Vorwürfen gegen Marion Schniggendiller
Grüne analysieren Eklat nach der Sommerpause

Kreis Warendorf -

Eklat bei den Grünen in Everswinkel: Ortssprecher Frank Winkler hat seinen Rücktritt erklärt, weil es „unüberbrückbare Differenzen“ mit Co-Sprecherin Marion Schniggendiller gab. Sie soll Andersdenkende persönlich angegriffen haben. Schniggendiller ist auch auf Kreisebene kein unbeschriebenes Blatt – so ist sie gemeinsam mit Ali Bas Kreissprecherin der Grünen. Ferner kandidierte sie bei der Bundestagswahl 2017 für die Grünen im Kreis Warendorf. Redakteurin Beate Kopmann sprach mit Kreissprecher Ali Bas.

Donnerstag, 16.08.2018, 10:33 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.08.2018, 07:01 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 16.08.2018, 10:33 Uhr
Das Foto zeigt die beiden Kreissprecher Ali Bas und Marion Schniggendiller bei ihrer Wahl im Mai diesen Jahres, in der Mitte die Landtagsabgeordnete Josefine Paul aus Münster.
Das Foto zeigt die beiden Kreissprecher Ali Bas und Marion Schniggendiller bei ihrer Wahl im Mai diesen Jahres, in der Mitte die Landtagsabgeordnete Josefine Paul aus Münster.

Herr Bas , der Vorstand der Grünen in Everswinkel hat sich durch den Zwist der beiden Ortssprecher erst einmal selbst zerlegt. Gibt es von Ihnen als Kreissprecher eine Einschätzung zu den Vorgängen?

Bas: Nein, für mich ist das Thema völlig neu. Bei den Grünen arbeiten die Ortsvorstände unabhängig. Deswegen habe ich auch als Kreissprecher keinen Einblick gehabt.

Frau Schniggendiller ist aber mit Ihnen zusammen auch Kreissprecherin. Da kennt man sich doch.

Bas: Wir nehmen diese Funktion erst seit Mai diesen Jahres gemeinsam wahr. Einen Disput auf Kreisebene hat es nicht gegeben – zumindest habe ich ihn nicht wahrgenommen.

Wie geht es jetzt weiter?

Bas: Natürlich haben wir Gesprächsbedarf. Aber der Sachverhalt kann wohl erst nach der Sommerpause geklärt werden. Viele Mitglieder der Grünen sind ja derzeit – so wie ich selbst – noch im Urlaub. Wir müssen erst einmal genau wissen, was eigentlich passiert ist.

Auf jeden Fall hat Frau Schniggendiller eine steile Karriere bei den Grünen gemacht.

Bas: Sie war erst kurze Zeit Mitglied bei den Grünen, als sie Bundestagskandidatin wurde. Das ist richtig, aber sie ist auf der Versammlung ganz normal gewählt worden – sogar einstimmig.

Kann es sein, dass die Frauenquote bei den Grünen dazu beiträgt, dass Seiteneinsteigerinnen in ganz kurzer Zeit an bedeutsame Positionen kommen?

Bas: Uns Grünen ist wichtig, dass Führungspositionen möglichst paritätisch besetzt werden.

Sie selbst waren aber auch schon mal alleine Kreissprecher. Und in den vergangenen Jahren gab es zweimal ein weibliches Führungsduo. Müssten Sie da nicht für eine Männerquote kämpfen?

Bas: Den Begriff Männerquote werden sie bei den Grünen nicht finden. Mit der Quotierung von Parteiämtern haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht. Sie ist an der Basis fest akzeptiert.

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