Kanzlerin verleiht Integrationspreis
Sami Khedira stellte Patenprojekt vor

Kreis Warendorf -

Am Montagabend wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum zweiten Mal der Nationale Integrationspreis verliehen. Nominiert wurde auch das Projekt „Alt für Jung-Patenschaften – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete” mit mehreren Gruppen aus dem Kreis Warendorf.

Mittwoch, 31.10.2018, 08:20 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 31.10.2018, 08:02 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 31.10.2018, 08:20 Uhr
Für den Nationalen Integrationspreis wurde auch das Projekt „Alt für Jung-Patenschaften – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete” mit mehreren Gruppen aus dem Kreis Warendorf nominiert. An der Preisverleihung nahmen teil (v. l.): Franz-Ludwig Blömker, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz und BaS-Projektleiter Erik Rahn. Der Nationale Integrationspreis wurde von der Bundeskanzlerin verliehen.
Für den Nationalen Integrationspreis wurde auch das Projekt „Alt für Jung-Patenschaften – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete” mit mehreren Gruppen aus dem Kreis Warendorf nominiert. An der Preisverleihung nahmen teil (v. l.): Franz-Ludwig Blömker, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz und BaS-Projektleiter Erik Rahn. Der Nationale Integrationspreis wurde von der Bundeskanzlerin verliehen. Foto: BaS

Hauptpreisträger des mit 10 000 Euro dotierten Preises ist das Projekt „Brückenbau – Vielfalt begegnen“ der Zentralen Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Zu den zehn Nominierten in der engeren Auswahl gehörte aber auch das Flüchtlingspatenschaftsprojekt „Alt für Jung-Patenschaften“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e. V. (BaS), das seit 2016 an 20 Standorten bundesweit durchgeführt wird. Einen Schwerpunkt hat dieses Projekt auch im Kreis Warendorf, wo in Ahlen, Everswinkel, Sassenberg und Füchtorf sowie in Warendorfs Ortsteilen Einen-Müssingen, Milte und Hoetmar allein in diesem Jahr 130 Patenschaften mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ gefördert werden.

Bei der Preisverleihung im Kanzleramt stellten die fünf Mitglieder der hochkarätig besetzten Jury unter Vorsitz des ehemaligen Chefs der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, jeweils zwei der nominierten Projekte vor. Das BaS-Patenschaftsprojekt wurde von Fußballnationalspieler Sami Khedira per Video aus Turin präsentiert. Er lobte den generationenübergreifenden Einsatz der Ehrenamtlichen. Bundeskanzlerin Merkel hob die Bedeutung der zivilgesellschaftlichen Initiativen in den letzten Jahren hervor und dankte allen Aktiven und Projektträgern für ihr Engagement.

Zur Preisverleihung im Bundeskanzleramt war auch der BaS-Vorsitzende Franz-Ludwig Blömker geladen. „Ich hätte gerne einige der seit Jahren sehr engagierten Ehrenamtlichen aus den lokalen Patenschaftsgruppen im Kreis Warendorf mitgenommen, denn im Kern gilt ihnen ja die auch in einer Nominierung für den Nationalen Integrationspreis zum Ausdruck kommende hohe Auszeichnung“, erklärt Blömker. „Zur Preisverleihung konnten aber nur etwa 80 Personen ins Kanzleramt eingeladen werden.“

Im Gespräch mit der für Migration, Flüchtlinge und Integration zuständigen Staatsministerin Annette Widmann-Mauz kündigte Blömker an, dass die BaS das Projekt auch in den nächsten drei Jahren fortsetzen werde.

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