Oelde startet Masterplan Innenstadt
Tage des roten Pflasters sind gezählt

Oelde -

Eine Stadt putzt sich heraus. Nach Telgte, Warendorf und Ahlen – Beckum steht in den Startlöchern – wollen auch die Oelder ihrem Marktplatz eine Verjüngungskur angedeihen lassen.

Mittwoch, 07.11.2018, 06:03 Uhr aktualisiert: 07.11.2018, 13:54 Uhr
Dem Oelder Marktplatz geht es an den Kragen. Die Hochbeete sollen im Zuge der Neugestaltung verschwinden, weil sie sich bei Veranstaltungen als hinderlich erwiesen. André Leson, Helmut Jürgerschellert und Nicola Kösten arbeiten an der Umsetzung.
Dem Oelder Marktplatz geht es an den Kragen. Die Hochbeete sollen im Zuge der Neugestaltung verschwinden, weil sie sich bei Veranstaltungen als hinderlich erwiesen. André Leson, Helmut Jürgerschellert und Nicola Kösten arbeiten an der Umsetzung. Foto: Dierk Hartleb

„Es geht nicht nur um den Marktplatz“, korrigiert André Leson. „Die Marktplatzerneuerung ist Teil des Masterplans“, fährt der kommissarische Technische Beigeordnete fort. Im Zuge dieses Masterplans soll zwar die Innenstadt nicht von links auf rechts gedreht werden, aber das fortgeschriebene Entwicklungskonzept sieht eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität der gesamten Innenstadt vor, die noch weitgehend intakt ist.

Paradestück ist der Marktplatz, wie Nicola Kösten bekräftigt, Projektleiterin für den Masterplan Innenstadt im Rathaus. „Es war ein langer Prozess“, meint Leson in der Rückschau, den er selbst allerdings erst seit Anfang des Jahres begleitet, nachdem er aus der Leitung des Stadtplanung in Sendenhorst als Fachbereichsleiter Tiefbau und Umwelt nach Oelde gewechselt ist.

Die Marktplatzerneuerung ist Teil des Masterplans.

André Leson

Der Planung vorausgegangen ist eine Bürgerbefragung zum neuen Pflaster, das als Musterflächen im Schatten der Johanneskirche verlegt worden ist. Von den 1800 Bürgern, die sich an der Abstimmung beteiligten, entschied sich die Mehrheit für einen hellen, einem Naturstein sehr ähnlichen Betonstein. Damit sind die Tage des roten Pflasters gezählt, denn die Ziegelsteine wiesen erhebliche Schäden auf. Verschwinden sollen auch die üppigen Hochbeete, die sich vor allem bei Großveranstaltungen als sehr hinderlich erwiesen. Auch den Marktbeschickern waren den Beete im Wege und verhinderten eine Erweiterung. „Wir haben den Weihnachtsmarkt deshalb schon verlegt“, erklärt Citymanager Helmut Jürgenschellert. Statt fester Beete sind Kirschbäume in Kübeln geplant, die bei Bedarf auch entfernt werden können.

Acht Monate hat die Fachverwaltung für die Neugestaltung des Marktplatzes angesetzt. Ob der Zeitraum realistisch ist, entscheiden nicht zuletzt die Archäologen vom LWL und ihre möglichen Funde.

Der Clou der Umgestaltung ist der „helle Teppich“ für die Kirche aus besagtem hellen Betonstein. Daneben sieht das Konzept noch eine deutliche Ausweitung der Sitzmöglichkeiten und Spielflächen vor. Ein ebenerdiges Wasserspiel soll den neuen Platz zusätzlich beleben. Auch durch die Verlegung des Marienbrunnens kann sich die Außengastronomie ausdehnen. Nicht zuletzt soll eine Illumination den Marktplatz zum Erlebnisort machen.

Das Ganze kostet die Stadt voraussichtlich 1,75 Millionen Euro, wobei ich die Kosten für die archäologischen Grabungen schwer zu kalkulieren sind. Das Land hat für die Umsetzung des Masterplans bis 2022 eine 50-pozentige Förderung zugesagt.

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