Kreishaus-Mitarbeiter wirken bei Image-Film mit
„Das ist jetzt mein erster Model-Vertrag“

Kreis Warendorf -

Filmluft im Kreishaus schnuppern und selbst vor der Kamera stehen: Für viele Mitarbeiter war das eine komplett neue Erfahrung. Und natürlich kam manches anders als geplant.

Dienstag, 30.04.2019, 06:01 Uhr aktualisiert: 30.04.2019, 12:47 Uhr
Sie lassen sich als Notfallsanitäter ausbilden und ermöglichen im Film einen Blick hinter die Kulissen (v. l.): Alina Hinkelmann, Mika Kapteina und David Damwerth.
Sie lassen sich als Notfallsanitäter ausbilden und ermöglichen im Film einen Blick hinter die Kulissen (v. l.): Alina Hinkelmann, Mika Kapteina und David Damwerth. Foto: Kreis Warendorf

Als Mann in die Maske gehen? Das ist gewöhnungsbedürftig. Jedenfalls, wenn man kein Schauspieler ist. Und Paul Unger will eigentlich nicht auf die Bühne, sondern Verwaltungsfachangestellter werden. Aber für vier Tage hat er bei Dreharbeiten und einem Foto-Shooting im Kreishaus mitgewirkt. „Dafür wurden wir auch geschminkt“, erzählt der Auszubildende und fügt schnell hinzu: „Eigentlich mehr die Frauen. Ich weiß gar nicht mehr, was die mir da ins Gesicht gemacht haben.“

Wir wollten diesen Film nicht mit Profis machen. Das sind 1:1 unsere eigenen Mitarbeiter.

Petra Schreier

Auch Katharina Thusek , die beim Kreis ein duales Studium im Bereich Verwaltung macht, findet das Projekt klasse. Der Kreis Warendorf hat einen dreiminütigen Imagefilm gedreht, der die Vielfalt der Berufe innerhalb der Kreisverwaltung vorstellt. „Wir wollten diesen Film nicht mit Profis machen. Das sind 1:1 unsere eigenen Mitarbeiter“, beschreibt Personaldezernentin Petra Schreier das Projekt.

Sie stellen einen Beruf vor, in dem schon heute Fachkräfte fehlen: die Straßenwärter vom Bauhof (v. l.): Ulrich Redbrake, Berthold Striethorst, Andreas Heithaus und Daniel Beermann.

Sie stellen einen Beruf vor, in dem schon heute Fachkräfte fehlen: die Straßenwärter vom Bauhof (v. l.): Ulrich Redbrake, Berthold Striethorst, Andreas Heithaus und Daniel Beermann.

Sie freut sich, dass die Resonanz bei den rund 1300 Mitarbeitern der Kreisverwaltung so gut ist. „Es war einfach lustig. Wir haben viel gelacht“, erzählt Maren Tegelkamp, die eine Ausbildung als Verwaltungswirtin macht. Ein bisschen wie „Germany‘s next Top-Azubi“ , aber mit Wohlfühl-Klima.

Auch Personalratsvorsitzende Manuela Kalthoff hatte jede Menge Spaß. „Das ist jetzt mein erster Model-Vertrag“, zwinkert sie den Kollegen zu.

Es war einfach lustig. Wir haben viel gelacht.

Maren Tegelkamp (Auszubildende)

Gemeinsam mit Ausbildungsleiterin Kerstin Dühlmann und Dezernentin Petra Schreier gucken sich die drei Azubis den Film vor der ersten offiziellen Präsentation an. Dass das Ergebnis allen prima gefällt, führen sie auf Christoph Schmitz zurück, der mit seinem Team von „3eins Kommunikation GmbH“ (Hamburg) die Regie führte. „Dem hat das auch Spaß gemacht. Der war wie ein kleines Trüffelschwein und freute sich, wenn er einen – wie er meinte – tollen Azubi gefunden hatte.“ Toll, weil sich da jemand ganz natürlich vor der Kamera geben konnte. „Wir wollen ja authentisch rüber kommen“, betont Schreier. Bevor die Drehtage begannen, hatte Schmitz deswegen zunächst ein Casting im Kreishaus durchgeführt.

Wa Häuslebauer mit der Kreisverwaltung zu tun haben, erläutert Sigurd Peitz, Leiter des Kreisbauamtes. Doch beim Dreh gibt Regisseur Christoph Schmitz (blaue Jacke) die Anweisungen auf der Baustelle.

Wa Häuslebauer mit der Kreisverwaltung zu tun haben, erläutert Sigurd Peitz, Leiter des Kreisbauamtes. Doch beim Dreh gibt Regisseur Christoph Schmitz (blaue Jacke) die Anweisungen auf der Baustelle.

„Wir wollen mit diesem Film für uns als Arbeitgeber werben“, erzählt die Dezernentin. „Und natürlich auch für Auszubildende interessant werden.“ Deshalb habe man sich für einen Film entschieden. „Der wird jetzt in den sozialen Medien wie Facebook oder YouTube hochgeladen. Und dann hoffen wir natürlich, dass unsere Mitarbeiter diesen Film in ihren Netzwerken auch teilen werden.“ Die Azubis nicken zustimmend. Sie sind mit Elan bei der Sache. Kein Wunder. Schließlich geben sie dem Kreis auch ihr Gesicht.

Insgesamt haben 70 Mitarbeiter der Kreisverwaltung beim Filmprojekt mitgemacht. Außerdem wurden bei einem Fotoshooting noch Plakate und Flyer produziert. „Die Plakate werden demnächst unter anderem in den Bussen der RVM hängen“, kündigt Schreier an. Die jungen Leuten scheint diese Perspektive nicht abzuschrecken – im Gegenteil. „Wir haben bei Familie und Freunden ja schon viel von dem Projekt erzählt“, meint Katharina Thusek, „und jetzt sehen alle, was daraus geworden ist.“

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