Verkehrswende
E-Autos sind kein Allheilmittel für die Zukunft

Kreis Warendorf -

Gemeinsam die Elektromobilität nach vorne bringen – dieses Ziel verfolgt der Kreis Warendorf im Schulterschluss mit den 13 Städten und Gemeinden sowie den Energieversorgern vor Ort. Dabei kommen die Akteure allerdings nicht gerade in Riesenschritten vorwärts.

Mittwoch, 08.05.2019, 06:01 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 06:30 Uhr
22 Ladesäulen für Elektro-Fahrzeuge gibt es derzeit im Kreis Warendorf, 13 weitere sind in Planung.
22 Ladesäulen für Elektro-Fahrzeuge gibt es derzeit im Kreis Warendorf, 13 weitere sind in Planung. Foto: Klaus Meyer

„Derzeit sind 22 Ladesäulen im Kreis installiert, 13 weitere in Planung“, sagte Rainer Tippkötter , Geschäftsführer der energielenker Beratungs GmbH (Greven) im Planungsausschuss. Sein Unternehmen hat sich fast eineinhalb Jahre damit beschäftigt, ein Elektromobilitätskonzept für den Kreis Warendorf zu erstellen.

Anne Claßen ( SPD ) wunderte sich, dass die Fachleute dabei in der Präsentation auf Zahlenmaterial aus dem Jahr 2010 zurückgriffen. Doch die Zahlen sollen – wenngleich veraltet – noch aussagekräftig sein.

Zur Bestandsaufnahme für den Kreis Warendorf: Derzeit sind bei den Kommunen im Kreis 14 E-Autos im Einsatz, sieben weitere sollen beschafft werden. Zum Stichtag 1. Januar 2019 waren im Kreis Warendorf insgesamt 206 E-Fahrzeuge zugelassen. Im Jahr zuvor waren es erst 111. Neben der E-Mobilität sollen künftig aber auch Erdgas und Wasserstoff als alternative Antriebe eine Rolle spielen, so Tippkötter. Benzin und Diesel würden dagegen Anteile verlieren. Josef Schmedding (CDU) betonte, dass die Mobilitätswende nur durch einen Mix der verschiedenen Antriebsarten erreicht werde. „E-Mobilität alleine wird nicht das Allheilmittel für die Zukunft sein.“

Während alle anderen Fraktionen sich einig waren, dass das Elektromobilitätskonzept ein Schritt in die richtige Richtung sei, wies Dr. Christian Blex (AfD) auf die vielen technischen Probleme bei den alternativen Antrieben hin. Außerdem sei das deutsche Stromnetz derzeit nicht dafür ausgelegt, eine Verkehrswende durch den Einsatz von deutlich mehr E-Autos zu schaffen.

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