„Donum vitae“ legt Jahresbericht vor
Deutlich mehr Konfliktberatungen

Kreis Warendorf -

Die Zahl der Konfliktberatungen ist deutlich gestiegen ist: um zehn Prozent. Darauf weist der Verein „Donum vitae“ im Jahresbericht 2018 hin.

Mittwoch, 15.05.2019, 08:01 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 08:20 Uhr
Das Beraterinnen-Team von „Donum Vitae“ (v. l.): Sonja Rosenhövel (Diplom-Sozialpädagogin), Susanne Korbanka (Diplom-Sozialpädagogin), Brigitte Hoppe (Verwaltung) und Julia Holkenbrink (Diplom-Sozialpädagogin).
Das Beraterinnen-Team von „Donum Vitae“ (v. l.): Sonja Rosenhövel (Diplom-Sozialpädagogin), Susanne Korbanka (Diplom-Sozialpädagogin), Brigitte Hoppe (Verwaltung) und Julia Holkenbrink (Diplom-Sozialpädagogin).

96 Frauen suchten danach in einer Konfliktsituation das Gespräch in den beiden Beratungsstellen in Ahlen und Warendorf.

Als „ Donum vitae “ vor 18 Jahren von Christen gegründet wurde, ging es auch darum, einen Rückzug aus der Schwangerschaftskonfliktberatung zu verhindern. Die katholische Kirche hatte kurz zuvor entschieden, in ihren Beratungsstellen keine Scheine ausstellen zu lassen, die danach zur Abtreibung berechtigen.

Insgesamt wurde die Beratungsstelle von 492 Menschen aufgesucht, die Rat und Unterstützung bei Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt, Familienplanung, Sexualität, Verhütung, unerfülltem Kinderwunsch sowie nach Fehl- oder Totgeburt suchten.

Das Beraterinnenteam mit Sonja Rosenhövel und Susanne Korbanka , seit über zehn Jahren bei „Donum vitae“ tätig, wird seit Mai von der Diplom-Sozialpädagogin Julia Holkenbrink unterstützt. Gemeinsam führten sie die 96 Erstberatungen im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Konfliktberatung durch. Im Vordergrund des Konfliktes standen oft finanzielle Belastungen sowie partnerschaftliche Probleme. „Frauen haben häufig befristete Arbeitsverträge und benennen die Sorge, Familie und Beruf nicht unter einen Hut bringen zu können. Wenn dann der Partner erkrankt oder arbeitslos geworden ist, wird es schwieriger, sich für ein weiteres Kind zu entscheiden“, erläutert Sonja Rosenhövel.

396 Personen wurden vor, während und nach einer Schwangerschaft begleitet. Hierbei richtet sich das Angebot auch auf die Begleitung bis zum dritten Geburtstag des Kindes. 68 Frauen und Familien konnten im Rahmen der Bundesstiftung „Mutter und Kind“ finanziell unterstützt werden.

Deutlich zugenommen haben die Beratungen rund um das Thema Elternzeit und Elterngeld. „Hierbei wird die seit Jahren gute Kooperation zur Ahlener Hebammenpraxis deutlich, in der wir in den Geburtsvorbereitungskursen regelmäßig einen Überblick über die Themen Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld und Kindergeld geben“, berichtet Susanne Korbanka.

Ein weiterer Baustein der Arbeit liegt in der sexualpädagogischen Präventionsarbeit. Gemeinsam mit dem pädagogischen Mitarbeiter Simon Polfuß wurden kreisweit 61 Veranstaltungen durchgeführt.

Schulen und Bildungseinrichtungen können sich bei Bedarf an die Beratungsstelle wenden. Das Angebot von „Donum vitae“ ist kostenlos, und auf Wunsch anonym. Termine werden zeitnah vergeben: ✆ 0 23 82 / 78 38 20.

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