Käferfreunde Oelde
Abgase rochen noch nach Abgasen

Oelde-Stromberg -

Den Käfer kennt wahrscheinlich jeder - zumindest vom Hörensagen. Wenn es diese markanten Automobilie zuhauf zu sehen gibt, muss etwas besonderes los sein – jetzt zum dritten Mal im Freibad im Gaßbachtal in Oelde.

Montag, 03.06.2019, 15:06 Uhr
Käferfreunde Oelde: Abgase rochen noch nach Abgasen
Foto: Peter Schniederjürgen

Es ist das Treffen der luftgekühlten Boxermotoren aus Wolfsburg in der Region: „Bugs, Beer and Badeanstalt“. Am Samstag stand das Freibad im Gaßbachtal ganz im Zeichen von VW . Allerdings exklusiv für die genannten Boxer. Auch luftgekühlte Porsche, als „Entwicklungsstufe“ des Käfers, waren zugelassen.

„Zum dritten Mal treffen wir uns jetzt am Gaßbachtal-Freibad“, bedankte sich Michael Hillmer von den Käferfreunden Oelde beim Förderverein des Bades. Denn die mehr oder weniger alten Boxer können fast bis an den Beckenrand fahren. Das war am Samstag in der prallen Sonne schon ein echtes Plus. Denn den Käfer-Freunden schien die Sonne gewaltig aufs Dach. Und dabei nicht zu vergessen, die Masse der Käfer und Bullis stammt aus den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. „Da gab es hierzulande kaum ein Auto mit Klimaanlage“, zwinkerte Hillmer. Wohl dem, der das beliebte und heute recht teure Käfer-Cabrio chauffierte.

Die Hitze war für den Besucher mit der längsten Anreise durchaus ein Thema.

Ob Bulli oder Brezelfenster-Käfer, ob Buggy oder Trike, was mit luftgekühltem Boxer heran kam, war willkommen.

Ob Bulli oder Brezelfenster-Käfer, ob Buggy oder Trike, was mit luftgekühltem Boxer heran kam, war willkommen. Foto: Peter Schniederjürgen

Aber kein Hindernis. Bernhard Kettner aus der Nähe von Zürich kam mit Tochter Celina Roth, sie lebt im Kanton Solothurn. „Mit unserem Käfer 1303 sind wir in zwei Tagen hier rauf gekommen“, berichtete der Schweizer Käfer-Fan. Dabei wurde seine Liebe vor Kurzem noch arg auf die Probe gestellt. Motor und Getriebe harmonierten nach einem Brand nicht mehr wirklich. Ein fast kompletter Tausch wurde nötig. Passend zur großen Tour ins Gaßbachtal war alles fertig. So ging’s, nie über 100 Stundenkilometer, sachte in zwei Tagen, Richtung Stromberg. „Die Rückfahrt wird etwas schneller gehen müssen, am Montag muss ich wieder in der Schule sein“, bedauerte Navigatorin Celina. Sie hatte ihren Vater, mittels Straßenkarte, fehlerfrei geleitet. „Dafür gab’s eine Kiste Bier“, schmunzelte

Kein Weg ist zu weit für den Käfer, Bernhard Kettner, Michael Hillmer und Celina Roth (von links) stoßen auf die gelungene Tour an.

Kein Weg ist zu weit für den Käfer, Bernhard Kettner, Michael Hillmer und Celina Roth (von links) stoßen auf die gelungene Tour an.

Michael Hillmer. Im Internet hatte Kettner sein Interesse bekundet. Doch kaum einer aus der Käfer-Truppe glaubte wirklich daran, den Eidgenossen begrüßen zu können. Also gab es eine Wette um die Kiste. „Ich würde sagen, gewonnen“, lachte der Schweizer und stieß erstmal mit Hillmer an.

Aber auch sonst war das Treffen sehenswert. Käfer fast aller Jahrgänge, einschließlich Umbauten und Aufbauten waren zu sehen. Des Nachkriegshandwerkers Lastesel, der legendäre VW-Bulli war zig-fach vertreten. Vom toprestaurierten Samba-Bus bis hin zum unrestaurierten Lastwagen. Und sie alle versprühten den Charme ihrer Zeit. Damals rochen Abgase noch nach Abgas, und der Käfer war wohl der Fahrlehrer einer ganzen Autonation.

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