Frischer Wind im CDU-Kreisvorstand
JU pocht auf Veränderung

Beckum -

Reinhold Sendker bleibt CDU-Kreisvorsitzender. Der 66-Jährige, der dieses Amt seit 1995 ausübt, erhielt beim Kreisparteitag in Beckum 84 Prozent der Delegiertenstimmen. In die Stellvertreterriege wurde ein neues Gesicht gewählt: der 26-jährige Frederik Büscher aus Warendorf.

Mittwoch, 19.06.2019, 13:35 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 15:54 Uhr
Der neue CDU-Kreisvorstand (v. l.): Dr. Olaf Gericke (Landrat), Burkhard Marx (Schatzmeister), Reinhold Sendker (Vorsitzender) und seine Stellvertreter Daniel Hagemeier, Astrid Birkhahn, Frederik Büscher und Henning Rehbaum.
Der neue CDU-Kreisvorstand (v. l.): Dr. Olaf Gericke (Landrat), Burkhard Marx (Schatzmeister), Reinhold Sendker (Vorsitzender) und seine Stellvertreter Daniel Hagemeier, Astrid Birkhahn, Frederik Büscher und Henning Rehbaum. Foto: Beate Kopmann

Sendker , der ohne Gegenkandidaten antrat, betonte, dass dies seine letzte Kandidatur als Parteivorsitzender sei. Zudem ist der Westkirchener auch direkt gewählter Bundestagsabgeordneter im Kreis Warendorf.

Spannend war der Parteitag, als es um die Wahl der Stellvertreter ging. Nur vier von fünf Bewerbern konnten gewinnen. Astrid Birkhahn war als einzige Frau quasi gesetzt, denn die CDU hat ein Frauenquorum in ihrer Satzung. Damit die Delegierten wegen eines verfehlten Frauenquorums nicht am Ende noch nachsitzen müssten, scherzte Landrat Dr. Olaf Gericke: „Wenn wir das nicht hinkriegen, wird hinterher das Bier gestrichen.“

Doch die Delegierten hielten sich an die Mahnung: Astrid Birkhahn erhielt die meisten Stimmen (131). Knapp darauf folgte bereits Frederik Büscher (128). Der JU-Kreisvorsitzende, der auch Mitglied im Warendorfer Rat ist und VWL studiert, lag damit noch vor den Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier (122) und Henning Rehbaum (118). Nicht wiedergewählt wurde Stephan Schulze Westhoff (79).

Das gute Ergebnis von Frederik Büscher dürfte nicht nur darauf beruhen, dass die Junge Union bereits im Vorfeld Anspruch auf einen der Stellvertreterposten erhoben hatte. Büscher erhielt sehr viel Applaus für seine Vorstellungsrede – vielleicht gerade weil er deutlich machte, dass es Zeit für einen Generationswechsel in der CDU sei. „Wir haben mehr Mitglieder über 80 als unter 40“, stellte der 26-Jährige fest. Und damit wolle er sich nicht abfinden. Die Partei mit ihren 3340 Mitgliedern sei viel zu wenig in den sozialen Medien unterwegs. Genau dort aber tummelten sich junge Leute.

Im Übrigen müsse die CDU weg vom Delegierten-System. Stattdessen sollten die Mitglieder viel mehr eingebunden werden. „Wir müssen innerparteiliche Debatten führen und dürfen keine Angst vor Kontroversen haben.“

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