Glasfaser in den Außenbereichen
Ausbau verzögert sich

Kreis Warendorf -

Am Konzessionsvertrag wird gerade gefeilt. Noch im Sommer soll aber feststehen, welche(s) Unternehmen den Zuschlag für den Glasfaserausbau im Kreis Warendorf bekommt. Der Kreis als Konzessionsgeber hatte EU-weit zwei Aufträge ausgeschrieben: jeweils für den Nord- und den Südkreis.

Mittwoch, 26.06.2019, 07:01 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 07:20 Uhr
Flächendeckend Glasfaser bis ins Haus – das soll es künftig auch in den Außerbereichen geben. Derzeit wird noch am Konzessionsvertrag gefeilt. Welches Unternehmen für die entsprechenden Anschlüsse sorgen wird, soll sich in diesen Wochen entscheiden.
Flächendeckend Glasfaser bis ins Haus – das soll es künftig auch in den Außerbereichen geben. Derzeit wird noch am Konzessionsvertrag gefeilt. Welches Unternehmen für die entsprechenden Anschlüsse sorgen wird, soll sich in diesen Wochen entscheiden. Foto: dpa

Insgesamt wollen der Kreis und seine Kommunen rund 15 000 Haushalte, 50 Schulen und 20 Gewerbegebiete gigabitfähig erschließen. Profitieren würden davon die Außenbereiche, die nur über eine Versorgung von unter 30 Mbit/s verfügen. Stattdessen soll es demnächst flächendeckend Glasfaser bis ins Haus geben.

Der zunächst für den Spätsommer oder Herbst geplante Start des Glasfaser-Ausbaus wird sich allerdings etwas verzögern. Mehrere Unternehmen, die sich am Verfahren beteiligen, hatten darum gebeten, die Ausschreibungsfrist um drei Wochen zu verlängern. „Voraussichtlich rollen die Bagger frühestens Ende des Jahres an, wahrscheinlich erst Anfang 2020“, sagt Kreissprecher Thomas Fromme auf Nachfrage.

Froh sei der Kreis, dass es gelungen sei, für jeden Ausschreibungsbereich – also sowohl im Nord- als auch im Südkreis – „von markterfahrenen Anbietern mehr als ein gutes Angebot bekommen zu haben“.

Bislang sind für den Ausbau 110 Millionen Euro Fördermittel zugesagt. Davon kommen 50 Prozent vom Bund, 40 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen und zehn Prozent als Eigenanteil vom Kreis Warendorf.

Ob 110 Millionen Euro am Ende reichen werden, um den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau im Kreis Warendorf zu gewährleisten, sei offen, so Fromme. Der Bund habe seine Fördermittel aber nicht gedeckelt.

Parallel zum Einsatz des Kreises haben erst kürzlich 34 Hofstellen in Alverskirchen und Albersloh in Eigenregie für schnelles Internet gesorgt. Ihr Einsatz begann 2016, als über Glasfaserversorgung in den Ortskernen von Everswinkel und Alverskirchen diskutiert wurde, die Erschließung der Bauerschaften erschien zunächst unrentabel.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6722833?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F1808486%2F
Spielen sonntags verboten
Der Schulhof der ehemaligen Josefsschule an der Hammer Straße: Hier, ist, wie auf allen Schulhöfen städtischer Schulen, das Spielen am Sonntag verboten.
Nachrichten-Ticker