Gewerkschaft zieht Bilanz
1200 neue Wohnungen gebaut

Kreis Warendorf -

Im vergangenen Jahr wurden kreisweit insgesamt 1169 Wohnungen gebaut – darunter 462 in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Hierbei investierten Bauherren 167 Millionen Euro, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt.

Dienstag, 13.08.2019, 07:43 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 07:50 Uhr
Viel zu tun: Die hohe Wohnungsnachfrage hat in den vergangenen Jahren zu einem Boom der Baubranche geführt.
Viel zu tun: Die hohe Wohnungsnachfrage hat in den vergangenen Jahren zu einem Boom der Baubranche geführt. Foto: IG Bau

Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd beruft sich dabei in einer Pressemitteilung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. IG BAU-Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft sieht beim Neubau jedoch „deutlich Luft nach oben“. Entscheidend sei, was gebaut werde: „Die Wohnungen müssen zum Portemonnaie und zur Lohntüte der Menschen passen. Es kommt darauf an, vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen zu bauen.“

Dazu sei es dringend erforderlich, die steuerliche Abschreibung (AfA) im Mietwohnungsbau dauerhaft von derzeit zwei auf drei Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus brauche der soziale Wohnungsbau eine Förderung von mindestens sechs Milliarden Euro pro Jahr durch Bund und Länder – und das kontinuierlich für die nächsten Jahre.

In diesem Jahr unterstütze der Bund den Bau von Sozialmietwohnungen mit lediglich 1,5 Milliarden Euro, ab 2020 werden die Mittel sogar auf eine Milliarde abgesenkt. Zudem fallen pro Jahr rund 80 000 Sozialwohnungen aus der befristeten Mietpreisbindung heraus – deutlich mehr als in den vergangenen Jahren neu gebaut wurden.

„Der Bau braucht eine Perspektive. Und die bekommt er durch eine dauerhaft wirksame und verlässliche Förderung. Nur dann werden in der gesamten Prozesskette – von der Baustoffherstellung bis zur Verarbeitung auf dem Bau – die dringend notwendigen Kapazitäten ausgebaut. Und das bedeutet zusätzliche Fachkräfte und sichere Arbeitsplätze, zusätzliche Produktionsstraßen und Baumaschinen“, sagt Bezirkschef Kreft.

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