Zweites HOKO.LAB in Westbevern eröffnet
Digitalisierung erleben

Westbevern -

Wenn es nach Klaus Zeppenfeld, Präsident der Hochschule Hamm-Lippstadt, geht, so gehört das Programmieren heute mit Lesen, Schreiben und Rechnen zu den wichtigsten Grundfähigkeiten, die ein Mensch erwerben muss. Umso mehr freute sich der Wissenschaftler über das zweite vom Verein Hochschul-Kompetenz Zentrum getragene „HOKO.LAB“ für Kinder und Jugendliche im Kreis, das am Freitagnachmittag bei der Firma Münstermann in Westbevern eröffnet wurde.

Sonntag, 22.09.2019, 10:03 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 11:00 Uhr
Während die Großen noch den Eröffnungsreden lauschten, zeigten sich Justus, Constantin, Jihad und Mathis schon ganz heiß auf die ersten Experimente im neuen HOKO.LAB.
Während die Großen noch den Eröffnungsreden lauschten, zeigten sich Justus, Constantin, Jihad und Mathis schon ganz heiß auf die ersten Experimente im neuen HOKO.LAB. Foto: Ulrike von Brevern

Es sei das erste Mal, dass das Format direkt in den Räumen eines Unternehmens eingerichtet sei, hob er hervor. Das Beispiel werde nach seiner Ansicht Schule machen.

Begeisterung für „coding, die Sprache der Zukunft“ zu wecken, sei das eine Ziel der HOKO.LABS erklärte Petra Michalczak-Hülsmann, Geschäftsführerin nicht nur des Hochschul-Kompetenz-Zentrums, sondern auch der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf (gfw). Zugleich solle damit aber auch der Unternehmergeist und die Freude an Unternehmensgründungen geweckt werden. Landrat Olaf Gericke verwies auf die Bedeutung der Digitalisierung und die damit verbundenen Kenntnisse für den ländlichen Raum: „Wir wollen ganz vorne mitspielen.“

Wichtig ist die Hemmschwelle abzubauen, an das Coding heranzugehen.

Dirk Münstermann

Für das HOKO. LAB stellt die Firma Münstermann jugendgerecht eingerichtete Seminarräume in ihrem Technikum zur Verfügung und beteiligt sich am Workshop-Angebot. Das Familienunternehmen wolle eine Lernumgebung unterstützen, in der auch Fehler gemacht werden dürften, sagte Dirk Münstermann, im Unternehmen für die Ausbildung zuständig. „Wichtig ist die Hemmschwelle abzubauen, an das Coding heranzugehen.“

Kinder und Jugendliche müssten selber erleben, wie Programmierung und Robotik funktionierten, zeigte sich Magdalena Münstermann überzeugt. Um das vorhandene Defizit bei dem Thema auszugleichen, „müssen wir sie mit Emotion anteasen“. Genau dafür sei das HOKO.LAB ideal.

Bis zu 16 Jugendliche können jeweils an den Workshops teilnehmen. Für die 10- bis 14-Jährigen steht dabei spezielle Robotik-Angeboten aus der Haba.Digitalwerkstatt zur Verfügung. Das HOKO.LAB in Ahlen, das im Januar eingerichtet wurde, ist regelmäßig ausgebucht, berichtete Michalczak-Hülsmann.  

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