PTZ blickt in die Zukunft
Traumazentrum hofft auf Förderung

Kreis Warendorf -

Berechtigte Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Förderung des Psychosozialen Traumazentrums (PTZ) macht sich der Wohlfahrtsverband Innosozial.

Freitag, 08.11.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 12:46 Uhr
Das Team ist zuversichtlich, dass die wertvolle Arbeit im Psychosozialen Traumazentrum auch in Zukunft weiterlaufen kann.
Das Team ist zuversichtlich, dass die wertvolle Arbeit im Psychosozialen Traumazentrum auch in Zukunft weiterlaufen kann. Foto: Dierk Hartleb

Berechtigte Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Förderung des Psychosozialen Traumazentrums (PTZ) macht sich der Wohlfahrtsverband Innosozial. Anlässlich einer Veranstaltung des PTZ am Mittwochnachmittag im Zentrum Am Röteringshof sagte Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller „Die Zeichen stehen gut.“ Als Stärke der Innosozial-Arbeit bezeichnete Zöller die Hilfen aus einer Hand.

In seinem Grußwort erinnerte der Geschäftsführer an die Entstehung des im Jahr 2017 eröffneten PTZ dank einer Förderung der „Aktion Mensch“, die jetzt auslaufe. Ausdrücklich dankte Zöller den Ladtagsabgeordneten Henning Rehbaum und Daniel Hagemeier (beide CDU) sowie Annette Watermann-Krass (SPD). Der FDP-Landtagsabgeordnete Markus Diekhoff habe ihn darauf hingewiesen, dass die Integrationspauschale des Bundes vollständig an die Kommunen weitergegeben werde.

Anschließend stellten Jacqueline Gehrcke und Angelika Dittmann, die das Zentrum im Kollegialprinzip leiten, die Arbeit des PTZ als sicheren Ort vor, in dem es möglich sei, dass sich Geflüchtete mit ihren individuellen Geschichten über Leid, extreme Gewalt und Entmenschlichung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anvertrauten.

Seit 2017 wurden im Psychosozialen Trauma-Zen­trum 226 Klienten vorwiegend aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia und Iran beraten, bei denen Depression, postraumatische Belastungsstörungen, Traumata, Suizidalität, Schlafstörungen oder Psychosen diagnostiziert wurden. Dr. Solmaz Golsabahi-Broclawski, Fachärtin für Psychiatrie und Psychotherapie aus Bielefeld, sprach sich für eine vorangehende medizinische Untersuchung aus, weil ihrer Erfahrung nach psychische Störungen oftmals auf physischen Erkrankungen beruhten.

145 Behandlungen seien inzwischen abgeschlossen, erklärten Gehrcke und Dittmann, allerdings gebe es auch eine Warteliste. Das Einzugsgebiet umfasse den Kreis Warendorf, die StadtHamm und Teile der angrenzenden Landkreise.

Für Auflockerung sorgte das Improtheater „Ratzfatz“ aus Münster, das mit drei Einlagen das Publikum zum Mitmachen animierte. Barbara Esser vom Netzwerl Psychosoziale Zentren in NRW berichtete aus der Verbandsarbeit im Land und im Bund.

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