Höhere Honorare für Lehrkräfte
Musikschule bittet Eltern zur Kasse

Kreis Warendorf -

Das war schon ein trauriges Bild: die leeren Plätze in der „Alten Post“ in Drensteinfurt. Nur neun Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung der Schule für Musik im Kreis Warendorf gekommen, zwei von ihnen verließen mit Hinweis auf Anschlusstermine knapp einer Stunde den Raum.

Donnerstag, 28.11.2019, 06:01 Uhr aktualisiert: 28.11.2019, 06:20 Uhr
In der Alten Post in Drensteinfurt führte die Schule für Musik im Kreis Warendorf ihre Jahreshauptversammlung durch (v. l.) Ronald Fernkorn (Geschäftsführer), Brigitte Klausmeier (Vorstands-Vorsitzende), Holger Blüder (Schulleiter) ,Petra Tenbrock (Geschäftsführerin), Sebastian Seidel (Stellvertretender Vorstands-Vorsitzender) und Gregor Stiefel (Fachbereichsleiter und Gastgeber aus Drensteinfurt).
In der Alten Post in Drensteinfurt führte die Schule für Musik im Kreis Warendorf ihre Jahreshauptversammlung durch (v. l.) Ronald Fernkorn (Geschäftsführer), Brigitte Klausmeier (Vorstands-Vorsitzende), Holger Blüder (Schulleiter) ,Petra Tenbrock (Geschäftsführerin), Sebastian Seidel (Stellvertretender Vorstands-Vorsitzender) und Gregor Stiefel (Fachbereichsleiter und Gastgeber aus Drensteinfurt). Foto: Angelika Knöpker

Lichtblick waren die musikalischen Beiträge des Kammerorchesters Drensteinfurt unter Leitung von Andreas Klingel . Brigitte Klausmeier, Vorsitzende des Vorstands, dankte den Akteuren mit Buch-Gutscheinen. Als Gastgeber würdigte Fachbereichsleiter Gregor Stiefel die Arbeit der Schule für Musik. Drensteinfurt war die erste Stadt, die sich am Jekits-Programm (Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen) beteiligt hat. Wie erfolgreich dieses Projekt mittlerweile kreisweit geworden ist, machte Schulleiter Holger Blüder deutlich. So seien die Schülerzahlen insgesamt von 4753 im Jahr 2014 auf 5 889 im Jahr 2018 gestiegen, was der großen Akzeptanz von Jekits geschuldet sei. „Damit versuchen wir, ganz viele Schüler mit Gruppenunterricht zu erreichen und für Musik zu begeistern“, sagte er. Im Gegenzug seien die Teilnehmerzahlen für Grundkurse und Vokalunterricht leicht gefallen.

„Wir haben uns umbenannt, haben eine neue Homepage, neue Flyer und ein neues Logo“, zog der Leiter der Schule für Musik eine positive Bilanz der Außendarstellung. Mit dem Kinderchorfestival im Februar, der Projektwoche im April, dem Blockflötentag im Juni und dem Cello-Projekt an jeweils unterschiedlichen Orten des Kreises habe sich die Einrichtung große Beliebtheit erworben. Als Höhepunkt im Jahresprogramm nannte er die Nottbecker Sommernacht. „Leider wurde der trockene heiße Sommer ausgerechnet am Veranstaltungstag von heftigen Regenfällen begleitet“, bedauerte er.

Auch für das nächste Jahr hat sich Holger Blüder viel vorgenommen, um die Schule für Musik im Kreis Warendorf mit Konzerten und Tagen der offenen Tür noch bekannter zu machen.

„Sie haben tolle Arbeit geleistet“, würdigte die Vorstands-Vorsitzende das Engagement des Leiters.

Einstimmig „segneten“ die Mitglieder den Bericht über die Prüfung der Jahresrechnung 2018 durch das Rechnungsprüfungsamt des Kreises Warendorf ab und entlasteten Vorstand und Geschäftsführung. Bei der Vorbereitung der Haushaltsplanung ging es um die Anhebung von Honoraren für die Lehrkräfte um vier beziehungsweise fünf Euro pro Stunde ab Januar 2020 und die Erhöhung der Elternbeiträge für den Musikunterricht ab 2021. Bernhard Töns, seit 36 Jahren Mitglied aus Drensteinfurt, wollte die Schulgelderhöhung so nicht hinnehmen, sondern den Fehlbetrag lieber auf die Städte und Gemeinden verteilen. Mit dieser Meinung blieb er allerdings allein. Dem Haushaltsplan 2020, dem Stellenplan 2020 und dem Finanzplan bis 2023 stimmten die Mitglieder ohne Gegenstimme zu. Dass der Ansatz um 200 000 Euro erhöht ist gegenüber dem Vorjahr sei den gestiegenen Personalkosten geschuldet, erklärte Geschäftsführerin Petra Tenbrock.

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