Größtes öffentlich gefördertes Projekt in Deutschland
Glasfaserausbau: Jetzt geht‘s los

Kreis Warendorf -

Der Kreis Warendorf ist schneller als andere: Deswegen fließen 160 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau des Glasfasernetzes in den Kreis. Jetzt beginnt der Ausbau.»«

Mittwoch, 15.01.2020, 15:28 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 14:51 Uhr
Startschuss für den Glasfaserausbau (v. l.): Petra Michalczak-Hülsmann (gfw), Landrat Dr. Olaf Gericke, Peter Kamphuis (Geschäftsführer Deutsche Glasfaser) und Planungsdezernent Dr. Herbert Bleicher, im Hintergrund (v. l.) Ingo Teimann und Sven Geiger (beide Deutsche Glasfaser) sowie Ralf Hübscher (gfw).
Startschuss für den Glasfaserausbau (v. l.): Petra Michalczak-Hülsmann (gfw), Landrat Dr. Olaf Gericke, Peter Kamphuis (Geschäftsführer Deutsche Glasfaser) und Planungsdezernent Dr. Herbert Bleicher, im Hintergrund (v. l.) Ingo Teimann und Sven Geiger (beide Deutsche Glasfaser) sowie Ralf Hübscher (gfw). Foto: Beate Kopmann

Sie sehen aus wie Google-Autos: die Vermessungsfahrzeuge der „Deutschen Glasfaser“, die seit Mittwoch im Kreis unterwegs sind. „Jetzt geht‘s los“, freute sich Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Vorstellung des Projektes, das er einen „Meilenstein für die Digitalisierung“ nannte. Zudem sei es mit einem Fördervolumen von 160 Millionen Euro das größte Projekt in Deutschland, das sogar die Aufmerksamkeit von An­dreas Scheuer , Minister für digitale Infrastruktur, auf sich gezogen habe.

Wir wollen keine lahmen Anschlüsse auf dem Land, der Kreis Warendorf ist schneller als andere.

Dr. Olaf Gericke

Oft sei der Vorwurf zu hören, so Gericke, die Politik verschlafe den Internetausbau. Das gelte für den Kreis Warendorf nicht. „Wir sind schneller als andere. Und wir wollen keine lahmen Anschlüsse auf dem Land.“

Bis Ende 2023 soll der Glasfaserausbau umgesetzt sein. Das schnelle Internet steht dann 3500 privaten Haushalten, 2100 Gewerbebetrieben und 50 Schulen zur Verfügung. Positiv hebt Gericke hervor, dass parallel zum öffentlich geförderten auch der private Glasfaser-Ausbau vorankomme. In diesem Bereich sei das in Borken ansässige Unternehmen bereits seit Jahren in diversen Kommunen des Kreises aktiv. Jetzt könnten Synergien genutzt werden.

„Wir beginnen mit dem Ausbau zunächst in Ostbevern, Warendorf, Ennigerloh, Ahlen, Telgte und Drensteinfurt“, erläuterte der Geschäftsführer der „Deutschen Glasfaser“, Peter Kamp­huis. Frühzeitig sollen jetzt alle Bürger, die im geförderten Ausbaubereich wohnen, über den Glasfaseranschluss und die Tarifangebote informiert werden.

„Der Glasfaserausbau soll dort beginnen, wo kein privatwirtschaftlicher Ausbau möglich und eine Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit vorhanden ist“, sagte Dr. Herbert Bleicher, Planungsdezernent beim Kreis. Dadurch könnten bisher unterversorgte Adressen – insbesondere in den Außenbereichen – an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden.

Das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ verlegt insgesamt 4133 Kilometer Leerrohre für 7208 Kilometer Glasfaserleitungen im Kreis Warendorf. Schon im dritten Quartal des Jahres sollen die ersten Haushalte am Netz sein.

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