Auftakt zum Kommunalwahlkampf
Grüne fühlen sich im Aufwind

Everswinkel -

Angesichts ihrer hohen Zustimmungswerte rechnen die Grünen mit guten Wahlerfolgen - und suchen derzeit weitere Kandidaten für die Kommunalwahl.

Dienstag, 28.01.2020, 06:01 Uhr aktualisiert: 28.01.2020, 17:18 Uhr
In der Waldorfschule Everswinkel stimmten sich die Grünen auf den Wahlkampf ein: Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper, Hedwig Tarner, Karl Stelthove (Grüner Kreisverband), Maria Klein-Schmeink MdB, Marion Schniggendiller und Jürgen Günther (Geschäftsführer der Waldorfschule).
In der Waldorfschule Everswinkel stimmten sich die Grünen auf den Wahlkampf ein: Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper, Hedwig Tarner, Karl Stelthove (Grüner Kreisverband), Maria Klein-Schmeink MdB, Marion Schniggendiller und Jürgen Günther (Geschäftsführer der Waldorfschule). Foto: Ulrike von Brevern

Die Grünen haben zurzeit Rückenwind ohne Ende, das merken wir“, freute sich Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink zum Auftakt des Kommunalwahlkampfes ihrer Partei in Everswinkel. Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper riss sein Publikum durch eine leidenschaftliche Rede mit, in der er betonte, es müsse Freude machen, die Verantwortung in den Stadträten zu tragen. Der Kreisverband Bündnis 90 /Die Grünen hatte Parteifreunde und Sympathisanten zum Neujahrsempfang nach Everswinkel eingeladen, um erste Ideen für den Kommunalwahlkampf auszutauschen.

Es sei ein wichtiges Jahr, um auf kommunaler Ebene die Weichen für grüne Politik zu stellen, betonte Hedwig Tarner als Sprecherin des Kreisverbandes. Die Partei brauche angesichts der erwarteten Erfolge noch mehr fähige Kandidaten für ihre Listen.

Die Grünen seien mit dem Thema Klima als Kernthema notwendig als treibende Kraft, hielt Pieper fest. Er rief dazu auf, mutige Ziele zu formulieren und zeigte sich überzeugt, die Gesellschaft sei weiter in ihrer Bereitschaft, das Klima zu schützen als die gegenwärtige Politik. „Wir können nicht einfach einen Schalter umlegen, es braucht Zeit“, mahnte er zugleich zu Geduld und respektvoller Diskussionskultur. Gerade auf kommunaler Ebene sei sehr viel erreichbar. Allerdings müssten Bund und Land mitziehen. „Für wie blöd halten uns die Leute, die solche Pakete schnüren?“ kritisierte er das aus dem Kohlekompromiss resultierende Gesetzespaket.

Die Kommunalpolitik biete jedem die Chance selbst mitzugestalten, hob Klein-Schmeink hervor. „Wir wollen das Menschenmögliche tun, die menschengemachte Katastrophe so weit wie möglich einzufangen“, umriss sie die grüne Klimapolitik. Dabei seien sowohl die ökologischen, als auch die sozialen Folgen in den Blick zu nehmen. Weiteres wichtiges Handlungsfeld sei das Eintreten gegen „menschenbezogenen Gruppenhass“ und für respektvollen Umgang. Die Demokratie sei nicht mehr selbstverständlich, deshalb sei umso mehr für sie einzutreten. „Die Demokratie ist bisher das beste Modell, das uns eingefallen ist“, betonte die Abgeordnete.

Everswinkels Grünen-Sprecherin Marion Schniggendiller nahm die Flächenpolitik als wichtiges kommunales Thema in den Blick.

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