Innovative Fußball-Idee
Mobile Bande stärkt soziales Klima

Ostbevern -

Es ist eine innovative Idee, um in Ostbevern den Jugendfußball zu unterstützen: die Bever-Bande, eine mobile und damit vermietbare Hallenfußball-Bande, soll das Geld einspielen, das dafür gebraucht wird.

Mittwoch, 29.01.2020, 16:38 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 17:28 Uhr
Haben fertig: Die Projektbeteiligten an der „Bever-Bande“ präsentieren zwei der insgesamt 58 Elemente, die sich zu der mobilen Hallenfußballbande zusammenfügen lassen.
Haben fertig: Die Projektbeteiligten an der „Bever-Bande“ präsentieren zwei der insgesamt 58 Elemente, die sich zu der mobilen Hallenfußballbande zusammenfügen lassen. Foto: Vital NRW

Ein wenig klingt „Bever-Bande“ nach einer fernsehtauglichen Kinderkrimiserie, tatsächlich verbirgt sich hinter dem Projekttitel eine gewichtige, vor allem aber innovative Idee, um in Ostbevern den Jugendfußball zu unterstützen. „Wir können heute den Jugendlichen nicht mehr nur den Doppelpass verklickern, sondern wollen Kinder und Jugendliche in ihrer ganzen Entwicklung begleiten“, erläutert Hubert Schulze Hobeling, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Jugend-Fußballs in Ostbevern (VFJO) was dahinter steckt. Die Bever-Bande, eine mobile und damit vermietbare Hallenfußball-Bande, soll das Geld einspielen, das dafür gebraucht wird.

Dadurch haben wir noch einmal so richtig einen Schub bekommen.

Wolfgang Annen zur finanziellen Förderung durch die Kommunen

Die Idee entstand Anfang vergangenen Jahres, beim eigenen Jugendhallenfußballturnier, erzählt Schulze Hobeling. Die Banden-Miete riss ein ziemliches Loch in die Kasse. Warum sowas nicht einfach selber machen? Eine Idee, die zunächst noch viel höhere Kosten verursachte, zumal der ursprüngliche Plan eines Eigenbaus nicht aufging: Mehr als 40 000 Euro hat der im Juli gegründete Förderverein am Ende in die Hand genommen, um die 110 Meter lange, mehr als drei Tonnen schwere Bande samt einem passgenauen Transportanhänger für die 58 einzelnen Elemente und ihre Stützen zu erwerben.

„Ohne unseren Bürgermeister Wolfgang Annen wäre aus dem ganzen Projekt wohl nichts geworden“, gibt Schulze Hobeling dankbar zu. Als Vorsitzender von „8Plus-Vital.NRW im Kreis Warendorf“ machte Annen auf die Fördermöglichkeit in den beteiligten Kommunen aufmerksam. „Dadurch haben wir noch einmal so richtig einen Schub bekommen“, erzählt Schulze Hobeling. „Wir haben uns gesagt, bei 65 Prozent Förderung kriegen wir den Rest auch noch zusammen.“

Für Regionalmanagerin Jana Uphoff gehörte das Projekt zu den am schnellsten realisierten: Nach dem lokalen OK im Juli waren die Landesmittel Ende August bewilligt und das ganze Projekt Anfang Dezember „durch“.

Einen potenziellen Fallstrick allerdings gab es, erinnert sie sich ebenso wie der Vorsitzende des Fördervereins. Nach Schalke-Vorbild wollten die Ostbeveraner durch „Sponsorensteine“ zweckgebundene Spenden einsammeln, um den Eigenanteil von immer noch rund 28 000 Euro zu finanzieren. Das allerdings geht so ohne weiteres während des Förderzeitraums nicht, stellt Uphoff klar. Spenden müssen entweder schon vorher im Förderantrag angegeben oder können nur dann verwendet werden, wenn sie dem Trägerverein allgemein für seine Arbeit zur Verfügung stehen.

Im Fall der Bever-Bande konnten Nachteile noch rechtzeitig abgewandt werden. Nicht nur darum ist Hubert Schulze Hobeling rückblickend äußerst zufrieden mit der Betreuung durch das Regionalmanagement: „Frau Uphoff hat uns immer super geholfen.“

Den ersten Einsatz hat die Fußballbande inzwischen hinter sich. Für den Förderverein ist jetzt Zeit sich dem zu widmen, wofür die daraus resultierenden Einnahmen gedacht sind. Schulungen und Workshops sind geplant, die helfen sollen, nicht nur die Kicker-, sondern auch die sozialen Fähigkeiten der kleinen und großen Doppelpasshelden zu stärken und dadurch ein gutes Klima nicht nur auf dem Fußballplatz zu entwickeln.

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