Neuer Ausbildungsgang Pflegefachkraft
Mehr Geld und Möglichkeiten

Kreis Warendorf -

Ab dem 1. April wird die Zentrale Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Ahlen den neuen Ausbildungsgang zur Pflegefachkraft anbieten. Dieser wurde bundesweit zum 1. Januar dieses Jahres eingeführt und bietet den Auszubildenden viele Vorteile. Dirk Siedenhans, Leiter der Krankenpflegeschule, und Michael Blank, Pflegedienstleiter des St. Elisabeth-Hospitals in Beckum, sehen darin eine Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs.

Dienstag, 04.02.2020, 18:16 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 12:22 Uhr
Eine Pflegeschülerin bei der Arbeit – Mit dem neuen Ausbildungsgang hoffen Politik und Einrichtungen, dass mehr Menschen ihren beruflichen Weg in die Pflegeberufe einschlagen.
Eine Pflegeschülerin bei der Arbeit – Mit dem neuen Ausbildungsgang hoffen Politik und Einrichtungen, dass mehr Menschen ihren beruflichen Weg in die Pflegeberufe einschlagen.

„Es sind noch Ausbildungsplätze frei“, wirbt Dirk Siedenhans für den neuen Ausbildungsgang und fügt hinzu: „Wir wollen den auch voll bekommen, weil Personalbedarf in der Pflege besteht.“ Nachdem die Einführung der Teilzeitausbildung erfolgreich verlief, hofft er auf den gleichen Effekt mit dem neuen Berufsbild Pflegefachkraft. Denn dieses ersetzt die Bildungsgänge Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege. „Für die Auszubildenden ist das vorteilhaft, denn er wird für das ganze System ausgebildet“, erklärt Michael Blank , dass er eine Aufwertung der Ausbildung sieht. Denn nachdem Deutschland europaweit das letzte Land war, dass bisher auf drei spezielle Ausbildungsgänge gesetzt hat, gleicht es sich nun an. Mit der Konsequenz, dass der neue Ausbildungsgang international anerkannt sein wird.

Michael Blank und Dirk Siedenhans (v.l.) sehen in dem neuen Ausbildungsgang zur Pflegefachkraft eine starke Verbesserung für diejenigen, die den Berufsweg in die Pflege wählen.

Michael Blank und Dirk Siedenhans (v.l.) sehen in dem neuen Ausbildungsgang zur Pflegefachkraft eine starke Verbesserung für diejenigen, die den Berufsweg in die Pflege wählen. Foto: Ralf Steinhorst

Die beiden Pflegefachmänner sehen die neue Ausbildung, die jeweils am 1. April, 1. August und 1. Oktober beginnt, als neues Konstrukt für eine Grundausbildung im gesamten Bereich der Pflege, die drei Jahre dauert. Neu ist, dass der Auszubildende in der Praxis alle sozialpflegerischen Einsatzgebiete durchläuft und so nebenbei erkennen kann, welches Einsatzgebiet ihm am meisten liegt. Für dieses kann er dann nach Abschluss der drei Jahre eine spezielle Qualifikation erwerben. „Wenn ich mit dieser Ausbildung an den Markt gehe, habe ich keine Not“, denkt Michael Blank schon weiter. Zusätzlich angeboten wird in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster ein duales Studium mit dem Abschluss „Bachelor of Science“.

Neu ist auch, dass die Auszubildenden schon im ersten Jahr eine monatliche Ausbildungsvergütung von rund 1100 Euro erhalten, die aus einem Ausbildungsfonds finanziert wird. „Die pflegenden Ausbildungsberufe sind damit die höchstdotierten Berufe, die wir haben“, betont Dirk Siedenhans.

Für weitere Informationen und persönliche Gespräche steht Dirk Siedenhans bereit, der unter  0 23 82 / 85 87 45 oder E-Mail dirk.siedenhans@sfh-ahlen erreichbar ist.

 

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