Sternberg in der LVHS
Gemeindeleitung für Frauen möglich

Freckenhorst -

Sein Thema war eigentlich die Einheit der Christen. Aber aus aktuellem Anlass sprach Thomas Sternberg zunächst über die Lage der katholischen Kirche.

Donnerstag, 13.02.2020, 17:48 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 15:46 Uhr
Thomas Sternberg: „Den Vertrauensverlust können wir nur auffangen, wenn wir gemeinsam Kirche sind.“
Thomas Sternberg: „Den Vertrauensverlust können wir nur auffangen, wenn wir gemeinsam Kirche sind.“ Foto: Beate Kopmann

Erst der Missbrauchsskandal und dann die Sorge, dass erhoffte Reformen in der katholischen Kirche ausbleiben. Selbst für „die Frömmsten der Frommen“ sei das oft zu viel. Diese Bilanz zog der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Professor Thomas Sternberg . Er sprach bei der Landwirtschaftlichen Seniorenvereinigung in der LVHS Freckenhorst.

Sternberg zeichnete aber kein düsteres Zukunftsbild. Auch der Brief, den Papst Franziskus an „das pilgernde Gottesvolk in Deutschland“ geschrieben hat, sei keineswegs gegen den „Synodalen Weg“ gerichtet. „Das war Ermahnung und Ermutigung“. Der Papst spreche von einer Zeitenwende und habe vor der Versuchung gewarnt, sich nur auf die „kleine Herde“ zu konzentrieren. „Es geht nicht darum, die Kirche zum Funkeln zu bringen“, sondern jeden Gläubigen zu befähigen, dem Evangelium gemäß zu leben und aus diesem Ansatz heraus die Welt zu gestalten.

Dass der Papst die Frage des Zölibats für Priester offen lasse und sich bei Weiheämter für Frauen nichts bewege, sei kein Endpunkt. „Über die Priesterweihe für Frauen muss ein Konzil entscheiden, das kann kein Papst alleine umsetzen.“ Andererseits habe Franziskus gesagt, dass die Gemeindeleitung nicht Priestern vorbehalten sein muss. Das könnten also auch Frauen machen. Dies sei ein wichtiger neuer Schritt.

 

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