Verkehrsunfallstatistik 2019
Mehr Unfälle, weniger Verletzte

Kreis Warendorf -

Die Verkehrsunfallstatistik 2019 liegt vor. Sie zeigt, dass bei den Unfällen mit Verletzten sehr oft Radfahrer betroffen waren. Einen neuen Schwerpunkt will die Polizei bei Lkw-Kontrollen setzen.

Dienstag, 25.02.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 13:32 Uhr
Im kommenden Jahr soll verstärkt die Sicherheit im Güterverkehr kontrolliert werden kündigten Andrea Mersch-Schneider, Direktionsleiterin Verkehr der Polizei, und Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Präsentation der Verkehrsstatistik an.
Im kommenden Jahr soll verstärkt die Sicherheit im Güterverkehr kontrolliert werden kündigten Andrea Mersch-Schneider, Direktionsleiterin Verkehr der Polizei, und Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Präsentation der Verkehrsstatistik an. Foto: Ulrike von Brevern

Der Verkehr wird Jahr für Jahr dichter, und doch gehen mehr Verkehrsunfälle glimpflich aus. Das ist das positive Ergebnis der Verkehrsunfallstatistik 2019, die Landrat Dr. Olaf Gericke am Dienstag gemeinsam mit der Direktionsleiterin Verkehr, Andrea Mersch-Schneider, vorstellte. Für das kommende Jahr kündigte Mersch-Schneider einen neuen Schwerpunkt an: die Kontrolle des LKW-Verkehrs.

„Die Zahl der Verkehrstoten liegt erneut auf niedrigem Stand“, eröffnete Gericke den Reigen guter Nachrichten. Zwar starben zehn Menschen auf den Straßen im Kreis, doch sei das nach 2018 (neun Tote) immer noch der zweitniedrigste Stand seit mehr als 20 Jahren. Insgesamt verzeichnete die Polizei im Kreis Warendorf 1022 Unfälle mit Verletzten, das sind gut fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Schwerverletzten sank erheblich von 350 im Jahr 2018 auf 281 im vergangenen Jahr. Die Zahl aller Unfälle stieg auf 9187 (2018: 9079).

Die Zahl der Verkehrstoten liegt erneut auf niedrigem Stand.Landrat Dr. Olaf Gericke

An fast 40 Prozent aller Unfälle mit Verletzen waren Radfahrer beteiligt, drei der Getöteten waren Radler. Insgesamt sank die Zahl der verletzten Fahrradfahrer jedoch um 5,3 Prozent auf 392. Anders als in Münster war im Kreis Warendorf in knapp 70 Prozent der Fälle nicht der Radler für den Unfall verantwortlich, hob Gericke hervor: „Es wird immer noch zu wenig Rücksicht aufeinander genommen“, schlussfolgerte auch Mersch-Schneider.

Andrea Mersch-Schneider, Direktionsleiterin Verkehr der Polizei, und Landrat Dr. Olaf Gericke

Andrea Mersch-Schneider, Direktionsleiterin Verkehr der Polizei, und Landrat Dr. Olaf Gericke

Die Zahl der Schulwegunfälle ging um erfreuliche 37 Prozent zurück. 1553 Fälle von Unfallflucht waren dagegen 56 mehr als 2018. Die Aufklärungsquote lag bei gerade 35 Prozent, im Fall von Personenschaden bei 47 Prozent. Mersch-Schneider mahnte dringend mehr Bereitschaft an, sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen. Dabei sei es besonders wichtig, sich Kennzeichen zu merken.

Verstärktes Augenmerk soll in diesem Jahr dem Güterverkehr auf der Straße gelten, kündigte die Direktionsleiterin an. Lenk-und Ruhezeiten sowie Ladungssicherung und technischer Zustand des Fahrzeugs soll verstärkt kontrolliert werden. Die Dunkelziffer an Verstößen sei enorm. Die Behörde habe eigens Personal zur Auswertung von Lkw-Daten an Bord geholt, um dieses Feld zu beleuchten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7295040?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F1808486%2F
Nachrichten-Ticker