1000 zusätzliche Betriebe können versorgt werden – Schulen bald gigabitfähig
Nachschlag beim Glasfaserausbau

Kreis Warendorf -

Schnelles Internet für alle Gewerbegebiete im Kreis und Glasfaser für noch mehr Schulen: ein neues Förderprogramm macht es möglich.

Donnerstag, 27.02.2020, 16:38 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 15:15 Uhr
1000 zusätzliche Betriebe können versorgt werden – Schulen bald gigabitfähig: Nachschlag beim Glasfaserausbau
Foto: Oliver Werner

Wenn alles gut läuft, gibt es für den Kreis Warendorf einen Nachschlag beim Glasfaserausbau für schnelles Internet. In Abstimmung mit den 13 kreisangehörigen Städten und Gemeinden folgt der Kreis einem „Sonderaufruf Gewerbe- und Industriegebiete“ des Bundes. Ziel des neuen Förderantrages über 30 Millionen Euro ist es, dass diejenigen Unternehmen berücksichtigt werden, die im laufenden Förderprojekt aufgrund der dort vorgesehenen Schwelle von unter 30 Mbit/s nicht berücksichtigt waren. „Jetzt können alle Gewerbegebiete im Kreis Warendorf schnelles Internet bekommen“, sagte Petra Michalczak-Hülsmann , Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (gfw). Landrat Dr. Olaf Gericke wies auf folgende Erweiterung hin: „Auch weitere Schulen können durch das neue Förderprojekt eine Glasfaser-Versorgung für schnelles Internet erhalten.“

Bekanntlich ist im Kreis für 160 Millionen Euro Fördermittel ein Programm für den Glasfaserausbau angelaufen, von dem 13 500 private Haushalte, 2100 Gewerbebetriebe und 50 Schulen profitieren. Durch den Sonderaufruf werden rund 1000 weitere Betriebe in etwa 90 Gewerbegebieten im Kreis Warendorf versorgt.

Nach ersten Schätzungen betragen die zu fördernden Investitionskosten 30 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Kreises dürfte bei zehn Prozent liegen, der Rest wird von Bund und Land gefördert, um die Wirtschaftlichkeitslücke zu den Einnahmen der Telekommunikationsfirmen aus den Geschäftskundenanschlüssen zu schließen.

Ein entsprechender Beschluss des Kreistages wird jetzt auch für Schulen vorbereitet und wird heute ebenso wie der Sonderaufruf für Gewerbegebiete im Kreisausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Planung beraten. „21 weitere Schulen können damit ans schnelle Internet angeschlossen werden. Danach wären alle 112 Schulen im Kreis gigabitfähig“, sagt Planungsdezernent Dr. Herbert Bleicher.

Landrat Dr. Olaf Gericke: „Das gigabitfähige Netz ist ein entscheidender Faktor für unsere Infrastruktur. Der Glasfaserausbau ist das derzeit in Deutschland größte Projekt dieser Art. “

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