Coronakrise: Kreishaus und Rathäuser schließen weitgehend
Fast alles dicht gemacht

Kreis Warendorf -

Um einen Anstieg der Infektionen zu vermeiden, kommt das öffentliche Leben im Kreis fast ganz zum Erliegen.

Montag, 16.03.2020, 16:12 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 18:22 Uhr
Landrat Dr. Olaf Gericke (r.) und Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann als Sprecher der Bürgermeister im Kreis sprachen in einer Telefonkonferenz mit den Bürgermeistern über die nächsten Schritte im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Landrat Dr. Olaf Gericke (r.) und Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann als Sprecher der Bürgermeister im Kreis sprachen in einer Telefonkonferenz mit den Bürgermeistern über die nächsten Schritte im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Foto: Kreis Warendorf

Das Kreishaus in Warendorf wird ab Dienstag (17. März) dichtgemacht. Auch die Rathäuser sind für den Publikumsverkehr nicht oder nur stark eingeschränkt geöffnet. Alle Nebenstellen des Kreishauses einschließlich der Ausländerbehörde und der Jobcenter-Anlaufstellen werden für den Besucherverkehr ebenfalls geschlossen. Das ist das Ergebnis einer Telefonkonferenz, in der sich Landrat Dr. Olaf Gericke und die Bürgermeister der Städte und Gemeinden über eine gemeinsame Linie im Zusammenhang mit dem Coronavirus abstimmten.

Weniger Kontakte bedeuten weniger Infektionen.

Dr. Olaf Gericke

In dringenden Fällen sind persönliche Termine nach telefonischer Absprache möglich. Die Kfz-Zulassungsstellen des Kreises in Warendorf und Beckum bleiben ab Mittwoch (18. März) und die Führerscheinstelle ab Donnerstag (19. März) für spontane Besucher geschlossen. Die Bürger werden gebeten, das Online-Terminverfahren über die Homepage des Kreises (Zulassungsstelle/ „Terminbuchung Online“) zu nutzen oder per E-Mail an zulassungsstelle@kreis-warendorf.de einen Termin zu vereinbaren. Mit der Führerscheinstelle können Termine unter Fahrerlaubnis@kreis-warendorf.de oder unter 0 25 81 / 53 36 08 vereinbart werden.

Kein Publikumsverkehr

„Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die Zahl der Infektionen so gering wie möglich zu halten. Weniger Kontakte bedeuten weniger Infektionen. Es geht um Rücksichtnahme auf die Schwächeren“, betonten Landrat und Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand, den Erlass der Landesregierung zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen umzusetzen. Dazu muss jede Stadt und Gemeinde eine Allgemeinverfügung erlassen. Darin wird geregelt, dass ab sofort: Bars, Clubs, Theater, Diskotheken, Kinos, Museen, Fitness-Studios, Schwimmbäder und Saunen, Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und Prostitutionsbetriebe schließen. Gleiches gilt für Volkshochschulen, Musikschulen, außerschulische Bildungseinrichtungen und Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Restaurants dürfen unter strengen Auflagen öffnen

Restaurants und Hotels dürfen unter Auflagen geöffnet bleiben – sie müssen die Besucher registrieren für Mindestabstände von zwei Metern zwischen Tischen sorgen und auf Hygienemaßnahmen hinweisen.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten dürfen 14 Tage keine Gemeinschaftseinrichtungen, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, Tageskliniken, stationäre Pflegeeinrichtungen, Berufs- und Hochschulen mehr betreten. Krankenhäuser, Reha- und stationäre Pflegeeinrichtungen dürfen Besuchsverbote aussprechen oder nur einen privaten Besucher pro Bewohner und Patient pro Tag zulassen.

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