Wegen Corona-Krise
Ahlener Jugendamt erstattet Eltern die Kita-Beiträge

Kreis Warendorf -

Das Jugendamt der Stadt Ahlen will Eltern die Kita-Beiträge erstatten, weil die Kinder wegen Corona derzeit nicht in die Kita dürfen. Zurückhaltend ist man dagegen beim Kreisjugendamt sowie in Beckum und Oelde.

Montag, 23.03.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 11:46 Uhr
Weil die Kinder wegen der Corona-Krise nicht in die Kita dürfen, will die Stadt Ahlen den Eltern die Beiträge erstatten.
Weil die Kinder wegen der Corona-Krise nicht in die Kita dürfen, will die Stadt Ahlen den Eltern die Beiträge erstatten.

Die Stadt Ahlen will den Eltern in der Corona-Krise ihre Beiträge für die Kitas erstatten. Das teilte Bürgermeister Dr. Alexander Berger mit. „Für nicht erbrachte Leistungen muss auch niemand bezahlen“, sagte Berger. Deswegen sollen die Elternbeiträge rückwirkend er­stattet werden, gleiches gelte für die Übermittagbetreuung in den Offenen Ganztagsschulen. Auf den Tag genau abgerechnet, ohne Antrag und unbürokratisch sollen die Beiträge gutgeschrieben werden.

Sollte sich darüber hinaus bei einzelnen Eltern die Einkommenssituation ändern, wenn sie infolge der Corona-Krise schlimms­tenfalls sogar ihren Job verlieren, werde auch das „selbstverständlich“ berücksichtigt. Die Zustimmung des Rates zu all diesen Maßnahmen hält der Bürgermeister im Übrigen für „gesetzt“.

Eher verwundert reagierten die Sprecherinnen der Städte Beckum und Oelde, die ebenfalls über eigenen Jugendämter verfügen, auf die Entscheidung in Ahlen. Für derartige Beschlüsse müsse im Prinzip ein Ratsbeschluss vorliegen. Ebenso wie beim Jugendamt des Kreises Warendorf will man in Beckum und Oelde abwarten, bis eine landesweit einheitliche Regelung vorliegt. Auch das Jugendamt des Kreises Gütersloh hatte kürzlich entschieden, den Eltern die Kita-Beiträge zu erstatten.

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