Planfeststellungsverfahren beginnt
Mobilitätsachse nimmt Fahrt auf

Kreis Warendorf -

Die Arbeiten an der neuen Mobilitätsachse zwischen Münster und Sendenhorst nehmen weiter Fahrt auf. Das Oberzentrum und der Kreis Warendorf sollen ab 2024 durch neue Nahverkehrsangebote unter anderem auf der WLE-Bahn­strecke enger zusammenrücken.

Mittwoch, 13.05.2020, 16:42 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 16:50 Uhr
Landrat Dr. Olaf Gericke und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) freuen sich, dass der Genehmigungsprozess für die Bahnstrecke Münster-Sendenhorst in Gang gesetzt wurde.
Landrat Dr. Olaf Gericke und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) freuen sich, dass der Genehmigungsprozess für die Bahnstrecke Münster-Sendenhorst in Gang gesetzt wurde. Foto: Gregor Schlaeger

Nachdem 2019 die finanziellen Voraussetzungen durch die Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan und den Infrastrukturfinanzierungsplan des Landes NRW geschaffen worden waren, arbeiten alle Beteiligten weiterhin mit Hochdruck an der Umsetzung des Projekts, heißt es in einer Mitteilung der „Nahverkehr Westfalen-Lippe“ (NWL), die das Projekt federführend mit regionaler und lokaler Unterstützung durch den Kreis Warendorf, die Städte Münster und Sendenhorst sowie die Stadtwerke Münster und der WLE GmbH als Eigentümerin der Strecke koordiniert.

Mit der Übergabe der Planungsunterlagen an die Bezirksregierung Münster am 8. Mai, erfolgt jetzt der nächste wichtige Schritt in Richtung Realisierung dieses regional- und landesbedeutsamen Mobilitätsprojekts. Damit ist der Start des Planfeststellungsverfahrens verbunden.

Mit der neuen Mobilitätsachse auf und neben der früheren WLE-Strecke verfolgen die Partner ein gemeinsames Ziel: Das Münsterland soll durch das Projekt einen wichtigen Schritt in Richtung einer optimal vernetzten Region machen. Das dann deutlich verbesserte Angebot, das aus einem eng vertakteten Schienenverkehr, Regionalbus-, und Stadtbusverkehr bestehe, biete den Bürgern künftig umweltfreundlichere, zügigere, sicherere und komfortablere Mobilität, teilt der NWL mit.

Landrat Dr. Olaf Gericke , der Oberbürgermeister der Stadt Münster, Markus Lewe, der Bürgermeister der Stadt Sendenhorst, Berthold Streffing, sowie die Geschäftsführer der Westfälischen Landes-Eisenbahn, André Pieperjohanns und des NWL, Joachim Künzel, freuen sich, dass der Genehmigungsprozess nun endlich losgeht.

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe erklärt dazu: „Die WLE-Personenstrecke von Münster nach Sendenhorst bietet in einem vom Autoverkehr hochbelasteten Korridor die große Chance einer echten Alternative zum Autoverkehr sowie hinsichtlich Takt und Komfort den Einstieg in die S-Bahn-Münsterland.“

Dr. Olaf Gericke ergänzt: „Ich bin froh, dass wir jetzt Nägel mit Köpfen machen. Das ist ein wichtiger Meilenstein für eine moderne Mobilität – nicht nur für Sendenhorst und Münster. Es ist besser, mit dem Zug zu fahren, als nebenan auf der Straße im Stau zu stehen.“

Die WLE-Strecke erschließt den südöstlichen Stadtbereich von Münster mit dem Bereich MCC Hafen, dem Gewerbegebiet Loddenheide und den Stadtteilen Gremmendorf/York-Quartier, Angelmodde und Wolbeck und bindet die Stadt Sendenhorst einschließlich des Ortsteils Albersloh an das wachsende Oberzentrum und den Bahnknoten Münster an, heißt es in der Mitteilung.

Im Stadtbereich Münster verkehrt die WLE bis Wolbeck in einem 20-Minuten- S-Bahn-Takt und ist eingebunden in den Stadtbusverkehr. Nach Sendenhorst gibt es zwei stündliche Verbindungen mit Busanschlüssen nach Beckum und Ennigerloh. Sie werden die neuen Haltepunkte Halle Münsterland, Loddenheide, Gremmendorf und Angelmodde sowie einen neuen Bahnhof Wolbeck bedienen. Im Kreis Warendorf werden die neu zu bauenden Bahnhöfe Albersloh und Sendenhorst bedient.

Im Zuge des nun begonnenen Planfeststellungsverfahrens können private Einwendungen geltend gemacht sowie die Stellungnahmen von Behörden, Trägern öffentlicher Belange und Verbänden erarbeitet werden.

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