Startschuss für geförderten Glasfaserausbau im Außenbereich
Ein Projekt der Superlative

Telgte -

Der Kreis Warendorf stellt wichtige Weichen für die digitale Zukunft. Er hat am Montag in Telgte mit der Verlegung von über 7200 Kilometern Glasfaser begonnen. Ermöglicht wird das durch die größte Summe, die im Kreisgebiet jemals in die Erde gebracht wurde. Davon profitieren besonders drei Bereiche.

Montag, 18.05.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 14:08 Uhr
Während NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart beim ersten Spatenstich am Steuer des Tiefenpflugs stand, wurde er von Vertretern der Kommunen, der Deutschen Glasfaser und Landrat Dr. Olaf Gericke flankiert.
Während NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart beim ersten Spatenstich am Steuer des Tiefenpflugs stand, wurde er von Vertretern der Kommunen, der Deutschen Glasfaser und Landrat Dr. Olaf Gericke flankiert. Foto: Andreas Große Hüttmann

NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart sprach von einem „Projekt der Superlative“ und Landrat Dr. Olaf Gericke „von einer für den ländlichen Raum unerlässlichen Maßnahme und von der größten Summe, die im Kreisgebiet jemals in die Erde gebracht wurde“: Solche Superlative waren angemessen, denn der offizielle Breitbandausbau-Spatenstich am Montagnachmittag in Telgte war der Auftakt für das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Kreises Warendorf: Mit einem Gesamtvolumen von rund 162 Millionen Euro werden die Außenbereiche des Kreisgebietes in den nächsten Monaten und Jahren in einem vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt mit einem Glasfasernetz versorgt. Den Anfang machen Telgte und Ostbevern, wo der Tiefenpflug zur Verlegung der Kabel am Montag bereits – zumindest fürs Bild – zum Einsatz kam.

Tausende Haushalte profitieren

„Der Kreis Warendorf stellt wichtige Weichen für die digitale Zukunft und startet mit der Verlegung von über 7200 Kilometern Glasfaser nicht nur ein außergewöhnlich großes, sondern auch ambitioniertes Projekt“, betonte der Wirtschaftsminister. Der Landrat nannte wiederum imposante Zahlen: Mehr als 13 000 Haushalte, rund 2000 Unternehmen und 50 Schulen sollen innerhalb des Projekts an die Datenautobahn angeschlossen werden.

Die Ausführung übernimmt die Deutsche Glasfaser, die nach Aussagen ihres Geschäftsführers Dr. Stephan Zimmermann auf modernste Technik setzt: 50 Prozent der Strecke werden im Pflugverfahren verlegt. Das soll garantieren, dass die rund 7200 Kilometer Glasfaser schnell verlegt sind. Bis Ende 2023 sollen alle förderfähigen Adressen im Kreis Warendorf ausgebaut sein.

„Gerade in der jetzigen Corona-Situation merken wir, wie wichtig eine schnelle und stabile Internetverbindung ist. Haushalte und Betriebe in den ländlicheren Bereichen können besonders vom Glasfaserausbau profitieren, weil die technischen Voraussetzungen etwa fürs Homeoffice oder das digitale Lernen in Zukunft deutlich besser werden“, betonte Landrat Dr. Olaf Gericke.

Die Hälfte übernimmt der Bund

Vor Bundes-, Landtags- und Kreistagsvertretern, die alle per Videokonferenz zugeschaltet waren, dankte Gericke allen Beteiligten für das gemeinsame Vorgehen in dieser Angelegenheit. Er erinnerte zudem noch einmal daran, dass innerhalb der Planungsphase noch einmal umdisponiert wurde – aus Vectoring wurde Glasfaser. „Für die Zukunft ganz sicher der richtige Schritt“, so der Landrat.

Die insgesamt 162 Millionen Euro werden zu 50 Prozent aus Bundes- und 40 Prozent aus Landesmitteln finanziert. Die restlichen zehn Prozent übernehmen der Kreis und die Kommunen.

Mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden alle Außenbereiche und Unternehmen, die aktuell über eine Versorgung unter 30 Mbit/s verfügen.

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