FWG kritisiert Umgangsstil mit Bürgern
Schlechte Informationspolitik beim Glasfaserausbau

Kreis Warendorf -

Als Meilenstein gilt der Glasfaserausbau im Kreis Warendorf. Die Freien Wähler ärgern sich aber sowohl über die Informationspolitik des Unternehmens „Deutsche Glasfaser“ als auch des Kreises Warendorf.

Freitag, 05.06.2020, 16:27 Uhr aktualisiert: 07.06.2020, 20:08 Uhr
FWG kritisiert Umgangsstil mit Bürgern: Schlechte Informationspolitik beim Glasfaserausbau
Foto: Klaus Meyer

Kritik an der Informationspolitik rund um den Glasfaserausbau übt die FWG-Fraktionsvorsitzende Dorothea Nienkemper . Aus ihrer Sicht wäre es wichtig gewesen, beim Spatenstich für den Glasfaserausbau alle Beteiligten mitzunehmen. Wegen Corona sei der Spatenstich nur im kleinen Kreis persönlich erfolgt – und mit Zuschaltung möglicher Interessenten online. Leider sei die Information darüber aber so kurzfristig bekannt gewesen, dass nur diejenigen die Möglichkeit gehabt hätten, dabei zu sein, die ständig vernetzt seien. „Schade, so stelle ich mir Kommunikation in Coronazeiten nicht vor“, schreibt Nienkemper.

Auch die Informationen, die von der Deutschen Glasfaser an die Bewohner der Außenbereiche des Fördergebietes Warendorf und Ennigerloh verschickt worden seien, hätten wenig Informationsgehalt gehabt. So sei nicht darüber informiert worden, dass die Hausanschlüsse für Glasfaser auch ohne Bezugsverträge mit der Deutschen Glasfaser erstellt werden. Dieser Punkt sei bei den Beratungen immer wieder von der FWG hinterfragt und jedes Mal seitens der Verwaltung bejaht worden.

Schade, so stelle ich mir Kommunikation in Coronazeiten nicht vor-

Dorothea Nienkemper

„Die Deutsche Glasfaser ist beauftragt, den Außenbereich des Kreises mit Glasfaser auszustatten, unabhängig von der Inanspruchnahme durch die Haushalte. Wer möchte, kann den Glasfaseranschluss legen lassen, ohne einen weiteren Vertrag einzugehen. Auch andere Anbieter können dann den gelegten Anschluss nutzen. Diese Information wird nach wie vor nur auf Nachfrage kommuniziert. So stelle ich mir offensive und bürgernahe Informationspolitik nicht vor“, kritisiert Nienkemper.

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