Kanzlerin informiert sich bei Telefonat mit Landrat über die Corona-Lage
Viele Bürger lassen sich testen

Kreis Warendorf -

Die Corona-Situation im Kreis Warendorf wird auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgt. In einem Telefonat mit Landrat Dr. Olaf Gericke am Freitagmittag interessierte sich die Kanzlerin für die Einschätzungen des Landrats zum aktuellen Infektionsgeschehen und die Perspektiven für eine mögliche Aufhebung des am vergangenen Mittwoch verhängten „Lockdown light“.

Freitag, 26.06.2020, 19:22 Uhr
Im Gespräch mit der Bundeskanzlerin: Landrat Dr. Olaf Gericke sprach mit Angela Merkel über die aktuelle Situation.
Im Gespräch mit der Bundeskanzlerin: Landrat Dr. Olaf Gericke sprach mit Angela Merkel über die aktuelle Situation. Foto: Kreis Warendorf

Auch die Auswirkungen auf die Bevölkerung im Kreis Warendorf und die Stimmung bei den Bürgern seien Teil des Gesprächs gewesen, berichtet der Kreis Warendorf in einer Pressemitteilung. Demnach erklärte die Kanzlerin dem Landrat gegenüber, ihr sei bewusst, dass die erneuten Einschränkungen viele Unannehmlichkeiten für die Bürger bedeuteten. Es müsse aber verhindert werden, dass das Virus auf die allgemeine Bevölkerung überspringe. Besonders deutlich machte sie, dass sie das An-den-Pranger-Stellen der Menschen in den Kreisen Warendorf und Gütersloh ablehne.

Unterstützung der Bundeswehr

Der Landrat wiederum dankte der Kanzlerin für die Unterstützung der Bundeswehr und lobte den Einsatz der Soldaten. Derzeit sind diese insbesondere in der Abstrichnahme und Nachverfolgung von Kontaktpersonen eingesetzt.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass die Bundeskanzlerin persönlich den Hörer in die Hand genommen hat, um sich ein Bild über die Lage im Kreis Warendorf zu machen“, sagte Gericke . Er habe ihr auch mitgeteilt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz erneut gesunken sei und nun bei unter 50 liege.

Wartezeiten inzwischen gering

Derweil hat die Bevölkerung in Oelde in den vergangenen Tagen rege die Möglichkeit genutzt, sich freiwillig kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen, berichtet die Kreisverwaltung weiter. Knapp 2400 Personen ohne Verdachtssymptomatik haben die Corona-Teststelle an der ehemaligen Overbergschule aufgesucht. Durch eine massive personelle Verstärkung seien die Wartezeiten inzwischen gering. Seit Freitag gibt es zudem eine zweite zentrale Teststelle in Ahlen. Rund 3000 Tests sind nach Kreis-Angaben am Donnerstag außerdem von den Hausärzten im Kreis Warendorf durchgeführt. Nur zwei davon waren positiv. Und auch das Uniklinikum Münster räumt Bürgern aus dem Kreis Warendorf inzwischen die Möglichkeit ein, sich vor Ort testen zu lassen.

Kontaktpersonen getestet

Das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf habe mittlerweile rund 90 Prozent der ermittelten Kontaktpersonen von Tönnies-Mitarbeitern, die im Kreis Warendorf wohnen, getestet, heißt es weiter. Bislang seien die Ergebnisse jedoch unauffällig.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7470023?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F1808486%2F
Nachrichten-Ticker