Stadtwerke: Einnahmen aus Steuersenkung kommen Förderverein zugute
Bäder-Preise bleiben unverändert

Warendorf -

Die ab Mittwoch geltende Senkung der Mehrwertsteuer wird nicht an die Bäder-Kunden weitergegeben – zumindest nicht direkt. Das haben die Stadtwerke Warendorf entschieden. Indirekt aber sollen die Nutzer der Bäder von dem gesenkten Mehrwertsteuersatz profitieren, denn der Ertrag soll dem Förderverein zugute kommen.

Dienstag, 30.06.2020, 20:00 Uhr
Die Senkung der Mehrwertsteuer soll dem Förderverein Bürgerbad Warendorf zugute kommen, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis (r.). Darüber freut sich Christoph Schulze-Zumloh, Vorstandsmitglied des Fördervereins.
Die Senkung der Mehrwertsteuer soll dem Förderverein Bürgerbad Warendorf zugute kommen, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis (r.). Darüber freut sich Christoph Schulze-Zumloh, Vorstandsmitglied des Fördervereins. Foto: Stadtwerke Warendorf

Bereits am 21. Mai konnten die Stadtwerke Warendorf das Bürgerbad Emsinsel als eines der ersten Freibäder in der Region nach dem Corona-Lockdown öffnen. Möglich wurde dies durch frühzeitig durchgeführte Maßnahmen, wie zum Beispiel die Sicherung von Fachbetriebs-Terminen für die Inbetriebnahme, die Strukturierung und Umsetzung eines Hygienekonzepts zur Einhaltung der Abstandsregelung und der Nutzung eines Online-Reservierungstools, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke. Auch während des lokalen Lockdowns im Kreis Warendorf konnte das Freibad weiter geöffnet bleiben.

Weniger Besucher – weniger Einnahmen

Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneauflagen und die damit deutlich reduzierte Anzahl an Badegästen, die in dieser Saison pro Tag das Bad besuchen dürfen, führten aber zu stark reduzierten Einnahmen durch die Bädereintritte, berichten die Stadtwerke. Dem stünden erhebliche Mehrkosten gegenüber, beispielsweise durch die zusätzlich erforderlichen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten sowie die Anschaffung und Unterhaltung des Online-Reservierungstools.

Höhere Personalkosten

Aber auch der Förderverein Bürgerbad e.V. hat laut den Stadtwerken in dieser Saison deutlich höhere Ausgaben. Seit vielen Jahren stelle der Verein das Kassenpersonal. Da diese Kasse in der aktuellen Saison während der kompletten Öffnungszeit des Bads besetzt sein muss, um die zwingend erforderliche Reservierung einer Nutzungszeit zu prüfen, stiegen die Ausgaben für Personal und Sozialabgaben deutlich an.

Die Stadtwerke als Betreiberin der Bäder in Warendorf haben daher entschieden, die Mehrwertsteuersenkung von sieben auf fünf Prozent, die im Rahmen des Corona-Konjunktur-Programms ab dem 1. Juli in Kraft tritt, nicht an die Badegäste weiterzugeben, sondern diesen Ertrag für die Besetzung der Kasse durch den Förderverein einzusetzen.

Natürlich wollen wir uns mit diesem Geld nicht bereichern.

Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis

„Natürlich wollen wir uns mit diesem Geld nicht bereichern“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis. „Den Differenzbetrag aus der Mehrwertsteuersenkung spenden wir zum Ende des Jahres vollständig an den Förderverein Bürgerbad e.V., der das Geld anschließend dem Freibad und damit den Badegästen wieder zu Gute kommen lässt.“

Bei einer Weitergabe der Steuersenkung sei die Verringerung des Eintrittspreises für den einzelnen Besucher so gering, „dass wir hoffen, dass unsere Badegäste unser Vorgehen mittragen und so ein kleines Stückchen mehr für den dauerhaften Erhalt unseres wunderschönen Bades beitragen“, wünscht sich Urs Reitis.

Christoph Schulze-Zumloh, Vorstandsmitglied im Bürgerbad Warendorf e.V., freut sich über die zukünftige Spende: „Wir haben bereits zahlreiche Ideen für das Bürgerbad Emsinsel, deren Umsetzung durch die Spende realisierbarer werden, um das Freibad noch attraktiver für Warendorf zu machen.“

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7474935?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F1808486%2F
Nachrichten-Ticker