Tipps der Verkehrswacht für Eltern
Jetzt schon den Schulweg üben

Kreis Warendorf -

Werner Schweck rät, den Weg mit Kindern – am besten wochentags zur selben Uhrzeit wie zu Schulbeginn – mehrmals gemeinsam zu gehen und ihnen dabei das richtige Verhalten zu erklären. Dabei solle besonders darauf hingewiesen werden, dass an einem Zebrastreifen nicht alle Autos halten und bei Toreinfahrten besondere Gefahren bestehen

Montag, 03.08.2020, 20:56 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 18:36 Uhr
Mit Kindern sollte schon in den Sommerferien der Weg zur Schule geübt werden, rät die Verkehrswacht.
Mit Kindern sollte schon in den Sommerferien der Weg zur Schule geübt werden, rät die Verkehrswacht. Foto: Landesverkehrswacht NRW

Wie genau der Schulbetrieb nach den Sommerferien aussieht, lässt sich aktuell noch nicht sagen. „Aber Eltern oder Großeltern von i-Dötzen sollten mit den angehenden Erstklässlern schon jetzt den Schulweg üben“, rät Werner Schweck , Geschäftsführer der Verkehrswacht im Kreis Warendorf.

In den Kindergärten/Kitas werden die Kinder und Eltern in der Regel gut darauf vorbereitet. Im März hat die Verkehrswacht im Rahmen des Projektes „Sicher zur Schule“ allen Eltern und angehenden Erstklässlern Informationsmaterial für den sicheren Schulweg zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Kommunikationswege allerdings in diesem Jahr etwas eingeschränkt.

„Da viele Kinder mit Eintritt in die Grundschule den Weg dorthin alleine gehen, sollte im Vorfeld geübt werden“, so Schweck, der dazu einige Tipps gibt. Er verweist hierbei auch auf die von der Verkehrswacht bereitgestellten Eltern- und Kinderhefte.

Wichtig sei es, den sichersten Weg zur Schule zu ermitteln. „Schulen besitzen in der Regel einen Schulwegplan, in dem diese Wege verzeichnet sind“, so Schweck. Er rät, den Weg mit Kindern – am besten wochentags zur selben Uhrzeit wie zu Schulbeginn – mehrmals gemeinsam zu gehen und ihnen dabei das richtige Verhalten zu erklären. Dabei solle besonders darauf hingewiesen werden, dass an einem Zebrastreifen nicht alle Autos halten und bei Toreinfahrten besondere Gefahren bestehen.

Dabei solle besonders darauf hingewiesen werden, dass an einem Zebrastreifen nicht alle Autos halten und bei Toreinfahrten besondere Gefahren bestehen.

Werner Schweck

„Der Bordstein sollte immer als Grenze gesehen werden, an dem das Kind auf jeden Fall stehen bleiben muss“, so der Tipp der Verkehrswacht. Wichtig sei auch, dass das Kind ein Gefühl für die Geschwindigkeit entwickelt; das könne durch spielerische Einschätzung gelernt werden. „Gehen sie auch auf die Gefahr ,toter Winkel‘ ein. Erklären sie ihrem Kind anhand eines stehenden Fahrzeugs, was ,toter Winkel‘ bedeutet und dass der Auto- bzw. LKW-Fahrer das Kind nicht unbedingt sieht, wenn es neben dem Fahrzeug steht“, rät Schweck.

„Nachdem man den Schulweg mehrmals gemeinsam geübt hat, ist es Zeit für einen Rollentausch. Dann sollten sich Eltern oder Großeltern vom Kind führen lassen. Dabei soll es dem Erwachsenen erklären, warum bestimmte Vorsichtsmaßnahmen wichtig sind“, empfiehlt Werner Schweck.

Erst wenn man ganz sicher ist, dass das Kind Absprachen befolgt und das Gelernte beherzigt, sollte es allein zur Schule gehen. Das Kind mit dem Auto zur Schule zu fahren, ist aus Sicht von Werner Schweck keine gute Idee: „Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte das Kind zu Fuß gehen. Nur im realen Verkehrsgeschehen und nicht auf dem Rücksitz eines Autos lernen die Erstklässler, wie sie sich sicher verhalten. Das Auto sollte nur zum Einsatz kommen, wenn die Schule zu weit entfernt ist und auch kein Schulbus genutzt werden kann.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7519189?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F1808486%2F
Nachrichten-Ticker