KH modernisiert Bildungs-Center in Beckum
Das neue Gesicht des Handwerks

Beckum -

13 Millionen Euro investiert die Kreishandwerkerschaft in die Modernisierung ihrer Lehrwerkstätten in Beckum.

Dienstag, 04.08.2020, 18:39 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 13:10 Uhr
Auf eine gute Zukunft für das Handwerk und den Ausbildungsmarkt setzen (v. l.) Architekt Philipp Castrup (RKW Architektur+), KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner (im Bagger sitzend), Landrat Dr. Olaf Gericke, KH- Geschäftsführer Reinhard Kipp, Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann und Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann.
Auf eine gute Zukunft für das Handwerk und den Ausbildungsmarkt setzen (v. l.) Architekt Philipp Castrup (RKW Architektur+), KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner (im Bagger sitzend), Landrat Dr. Olaf Gericke, KH- Geschäftsführer Reinhard Kipp, Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann und Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann. Foto: Beate Kopmann

Die Abrissbagger sind schon bei der Arbeit. Wenige Meter weiter lädt die Kreishandwerkerschaft (KH) Steinfurt-Warendorf zum ersten Spatenstich für das neue Bildungs-Center in Beckum ein. Läuft alles nach Plan, ist die Modernisierung der Überbetrieblichen Lehrwerkstätten Ende 2022 abgeschlossen. Rund 13 Millionen Euro kostet das gesamte Projekt. Davon stellt die KH fünf Millionen an Eigenmitteln, der Löwenanteil kommt von Bund und Land.

Investition von 13 Millionen Euro

Dass dieses Geld gut angelegt ist, betonte Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann . Er erinnerte daran, dass das Ausbildungsjahr gerade erst begonnen habe. „Und die Bereitschaft zur Ausbildung ist im Handwerk nach wie vor sehr groß.“ Deswegen benötige man moderne Lehrwerkstätten, die technisch auf dem neuesten Stand seien. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Ausbildungsmarkt seien wahrscheinlich erst Ende September abzusehen, ergänzte Lohmann. „Im Moment können jedenfalls viele Betriebe Ausbildungsplätze nicht besetzen.“

Ausbildungsplätze noch nicht besetzt

KH-Geschäftsführer Frank Tischner wies darauf hin, dass die Planung für das Modernisierungskonzept bereits sechs Jahre zurückliege. Nun sei es geglückt, dem Handwerk auch nach außen ein „neues Gesicht“ zu geben. Das sei ein ganz besonderer Moment.

So sollen die Lehrwerkstätten in Beckum nach der Modernisierung Ende 2022 aussehen. Grafik: RKW Architektur +

So sollen die Lehrwerkstätten in Beckum nach der Modernisierung Ende 2022 aussehen. Grafik: RKW Architektur +

So sah es auch Landrat Dr. Olaf Gericke. „Das ist heute ein guter Tag für die Ausbildung im Kreis Warendorf.“ Die KH habe sich in den letzten Jahren immer stärker als Bildungsträger engagiert und einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung vieler Flüchtlinge für Handwerksberufe geleistet.

Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothamnn freute sich, dass seine Stadt Standort des Großprojektes geworden ist. „Kommune und Kreis wären schlecht beraten, wenn wir ein solches Angebot des Handwerks nicht unterstützen würden.“

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