Team des Museums Abtei Liesborn berichtet Beirat
Corona-Zeit gut genutzt

Kreis Warendorf -

Deutlich weniger Besucher kamen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie in das Museum Abtei Liesborn. Doch das Museumsteam konnte einiges erledigen, was im Tagesgeschäft sonst zu kurz kommt, berichteten Mitarbeiter nun dem Museumsbeirat.

Dienstag, 22.09.2020, 20:15 Uhr
Die wissenschaftliche Volontärin Saskia Timmas präsentiert drei Neuwerbungen, die das Museum in diesem Jahr getätigt hat: zwei Bronzereliefs von Edith Stuwe („Eva mit Apfelbaum“ und „4 Zecher“) sowie die Druckgrafik „Hähne“ von Albert Stuwe.
Die wissenschaftliche Volontärin Saskia Timmas präsentiert drei Neuwerbungen, die das Museum in diesem Jahr getätigt hat: zwei Bronzereliefs von Edith Stuwe („Eva mit Apfelbaum“ und „4 Zecher“) sowie die Druckgrafik „Hähne“ von Albert Stuwe. Foto: Museum Abtei Liesborn

Die Unterschiede könnten kaum augenfälliger sein: 2019 verzeichnete das Museum Abtei Liesborn 14 341 Besucher ohne die große Gruppe der Kinder und Jugendlichen, immerhin 3783 an der Zahl, und mit 3104 fast ebenso viele Gäste bei Trauungen. In diesem Jahr sind es bis zum Stichtag 15. September gerade etwas mehr als 2000 Besucher und nur 562 Kinder und Jugendliche. Aber angesichts von Komplettschließungen während zweier Lockdowns über neun Wochen wenig verwunderlich.

Absagen wegen Corona

Diese Zahlen trug Museumsleiterin Dr. Elisabeth Schwarm am Montag den Mitgliedern des Museumsbeirates vor. Nicht genug dass geplante Ausstellungen wie „Saliga – Die sieben Todsünden“ oder das Programm des Kreiskunstvereins sowie die Spitzweg-Präsentation als Höhepunkt ein Opfer der Corona-Pandemie wurden, auch Besuchermagneten wie der Handwerkertag, die Museums- und Kinonacht sowie das Kammermusikfestival wurden abgesagt.

Team war fleißig

Andererseits konnte das Museumsteam einiges erledigen, was im Tagesgeschäft zu kurz kommt. So wurde der gesamte Baustellenbereich im Nordflügel geräumt, das Museumsarchiv aufgelöst und in das Kreisarchiv eingegliedert. Aufgearbeitet und dokumentiert wurde der gesamte Sammlungsbestand, sodass jetzt jeder Stifter problemlos über den Verbleib des gestifteten Gegenstands informiert werden kann. Um auch wieder Kinder ins Museum zu locken, wurden von der Museumspädagogik zwei coronakonforme Formate entwickelt, an denen bereits 187 Kinder teilgenommen haben. Kurz vor der Fertigstellung steht die Neukonzipierung der Dauerausstellung im Südflügel des Hauses.

Vorbereitungen für Krippen-Präsentation

Nachdem kürzlich bereits die kleine, aber feine Ausstellung zur Schreibkunst des Mittelalters in Vorbereitung für die Präsentation des Liesborner Evangeliars die Präsentation der Italien-Impressionen des auf Haus Nottbeck geborenen Genre- und Historienmalers Theobald von Oer zu sehen ist, ist für November eine Ausstellung mit Werken des Bildhauers Johannes Dröge geplant. Daneben ist auch eine Präsentation mit Krippen aus Neapel in Vorbereitung. Getätigt werden konnten einige Ankäufe des Künstlerehepaares Albert und Edith Stuwe. Um die bereits begonnenen Umbaumaßnahmen im Nordflügel ging es nur am Rande.

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