Jahresgespräch mit Landwirten beim Kreis
Fast doppelt so viele Obstwiesen wie bisher bekannt

Kreis Warendorf -

Statt angenommener 1100 gibt es im Kreisgebiet weit über 2000 Streuobstwiesen. Das und anderes war Thema beim Jahresgespräch mit Vertretern der Landwirtschaft im Kreishaus.

Donnerstag, 01.10.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 13:49 Uhr
Andreas Westermann (Landw. Kreisverband), Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Andreas Witte (Kreisveterinär), Karl Werring (Kreislandwirt und Präsident Landwirtschaftskammer NRW), Hermann-Josef Schulze-Zumloh (Landw. Kreisverband), Dr. Herbert Bleicher (Umweltdezernent), André Hackelbusch (Leiter Umweltamt), Petra Schreier (Ordnungsdezernentin), Martin Terwey (Leiter Naturschutzamt), Dr. Matthias Quas (Geschäftsführer Landw. Kreisverband) und Ulrich Bultmann (Geschäftsführer Kreis-Landwirtschaftskammer).
Andreas Westermann (Landw. Kreisverband), Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Andreas Witte (Kreisveterinär), Karl Werring (Kreislandwirt und Präsident Landwirtschaftskammer NRW), Hermann-Josef Schulze-Zumloh (Landw. Kreisverband), Dr. Herbert Bleicher (Umweltdezernent), André Hackelbusch (Leiter Umweltamt), Petra Schreier (Ordnungsdezernentin), Martin Terwey (Leiter Naturschutzamt), Dr. Matthias Quas (Geschäftsführer Landw. Kreisverband) und Ulrich Bultmann (Geschäftsführer Kreis-Landwirtschaftskammer). Foto: Kreis

Vor „unterdurchschnittlich“ bis „sehr gut“ – so groß sei je nach Bodenqualität und Niederschlag die Spannweite der diesjährigen Getreideernte im Kreis. Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, ging jetzt zum Auftakt des Jahresgesprächs mit Vertretern des Kreises zunächst kurz auf die aktuelle Situation der Betriebe ein. Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßte dazu Vertreter der Landwirtschaft im Kreishaus.

Ob Großveranstaltungen wie der in diesem Jahr abgesagte Tag der Landwirtschaft 2021 nachgeholt werden könnten, sei derzeit schwer absehbar, so Gericke. „Deshalb müssen wir auf Sicht fahren und darüber nachdenken, was geht.“ Auch auf den Alltag der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich die Corona-Pandemie ausgewirkt – nicht nur durch vorübergehende Schließungen von Schlachthöfen. Der Landrat ging auf die freiwilligen Testungen der Erntehelferinnen und -helfer im Frühjahr und Frühsommer ein. „Keine einzige Infektion wurde dabei festgestellt. Das war sehr erfreulich.“ Es habe sich gezeigt, dass es bei der Ernte von Spargel und anderen saisonalen Produkten sowie in den Unterkünften gute Hygienekonzepte gab.

Deshalb müssen wir auf Sicht fahren und darüber nachdenken, was geht.

Landrat Dr. Olaf Gericke über Großveranstaltungen

Gut angelaufen ist das im Februar angelaufene „Aktionsbündnis für Artenvielfalt – der Kreis Warendorf summt und blüht“. Zu den ersten Projekten gehörte die Verteilung von 5000 Tüten mit einer insektenfreundlichen Saatmischung. Ein neues Projekt könnte Streuobstwiesen in den Blick nehmen. Eine Kartierung im Auftrag des Kreises hat ergeben, dass es statt bisher angenommener 1100 weit über 2000 Streuobstwiesen gibt, die vielleicht öffentlich zugänglich gemacht werden könnten – eventuell durch Obsternten gegen Spenden.

Statt 11000 über 2000 Streuobstwiesen

Fortschritte stellen Kreis- und Landwirtschaftsvertreter auch bei der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie fest. „Mit den Wasser- und Bodenverbänden steht uns dafür eine gut funktionierende Struktur zur Verfügung“, sagte Dr. Matthias Quas, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes.

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