Corona-Warnstufen
Kreis Warendorf bleibt am Freitag knapp unter Inzidenz von 50

Kreis Warendorf -

Knapp am Hotspot-Status vorbeigekommen: Das Landeszentrum Gesundheit NRW meldet am Freitagmorgen für den Kreis Warendorf eine Wocheninzidenz von 49,7. Eine Infektion mehr und der Kreis wäre schon jetzt Risikogebiet.

Freitag, 16.10.2020, 08:37 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 18:55 Uhr
Corona-Warnstufen: Kreis Warendorf bleibt am Freitag knapp unter Inzidenz von 50
Mit einem Wocheninzidenzwert von 49,7 bleibt der Kreis Warendorf knapp unter der kritischen 50er-Schwelle. Foto: dpa

Update, 18 Uhr: Wie der Kreis Warendorf am Freitagabend mitteilte, gilt er ab Samstag offiziell als Corona-Risikogebiet. 


Ursprungsmeldung: Am Donnerstagabend meldete sich das Büro des Landrats mit alarmierenden Zahlen. Allein am Nachmittag seien dem Gesundheitsamt über 40 neue Coronafälle gemeldet worden – die meisten aus Ahlen. „Nach Berechnungen des Kreises wird der 50er-Inzidenzwert für den Kreis Warendorf voraussichtlich morgen von den offiziellen Stellen bestätigt werden“, hieß es in einer kurzen Mitteilung. Dies werde weitere Auswirkungen für das Zusammentreffen im öffentlichen Raum, private Feiern und das Reisen haben, „und zwar für alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden“. Der Landrat wandte sich am Abend sogar mit einer Videobotschaft an die Bevölkerung.

Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern

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  • Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. Konkret vereinbarten die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten dies . . .

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  • MASKENPFLICHT:

    In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

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  • PRIVATE FEIERN:

    In Regionen mit einem Wert über 35 Neuinfektionen soll es eine Begrenzung von 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum geben.

    Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sollen private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf höchstens zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum begrenzt werden. In NRW gilt bislang bei einer Inzidenz von 50 eine Höchstgrenze von 25 Gästen.

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  • KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN:

    Übersteigen die Neuinfektionen den 50er Wert dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, wird dies auf bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände verringert. Die bisherige Regelung in NRW sieht eine Reduzierung auf fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten vor.

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  • SPERRSTUNDE:

    Ebenfalls bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen soll eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für die Gastronomie verhängt werden. Bars und Clubs sollen geschlossen werden.

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  • VERANSTALTUNGEN:

    Wird der 50er Wert überschritten, wird die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes. In NRW gilt für diese Hotspots bislang eine Höchstgrenze von 500 (draußen) bzw. 250 Teilnehmern (in Innenräumen).

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  • BEHERBERGUNGSVERBOTE:

    Die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten waren vor den Beratungen am umstrittensten. Bund und Länder fanden auch im Kanzleramt keine Einigung und vertagten das Thema erst einmal bis zum 8. November. Bis dahin soll diese Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

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Eine Infektion macht den Unterschied

Doch um diese Einschränkungen kommen Einwohner im Kreisgebiet erst einmal herum. Denn das Landeszentrum Gesundheit NRW meldet am Freitagmorgen für den Kreis Warendorf eine Wocheninzidenz von 49,7 (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner). Den Angaben zu Folge gab es am Donnerstag bis Mitternacht 46 gemeldete Neuinfektionen. Eine mehr und der Inzidenzwert wäre über die kritische Schwelle von 50 gestiegen. Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 44,3.

Laut den offiziellen Zahlen des Landeszentrums Gesundheit NRW gab es in den vergangenen sieben Tagen 138 bestätige Corona-Neuinfektionen im Kreis Warendorf. Ob der Kreis die Hotspot-Schwelle von 50 überschreitet, liege jetzt am weiteren Meldegeschehen, sagt Kreissprecherin Kerstin Butz: „Wir gucken jetzt von Tag zu Tag.“

138 Corona-Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen

Kommen am heutigen Freitag mehr bestätigte Neuinfektionen zusammen als die 15, die am vergangenen Freitag (9.10.) gemeldet wurden, wird der Kreis Warendorf zum Risikogebiet. Zudem könnte es durch Datenkorrekturen oder Nachmeldungen zum Überschreiten des Grenzwerts kommen.

Neuinfektionen im Kreis Warendorf
Datum Neuinfektionen laut Landeszentrum Gesundheit
Freitag, 9.10. 15
Samstag, 10.10. 7
Sonntag, 11.10. 28
Montag, 12.10. 10
Dienstag, 13.10. 4
Mittwoch, 14.10. 28
Donnerstag, 15.10. 46

Verteilung auf die Orte im Kreis Warendorf

Die Fallzahlen der Städte wurden - für Donnerstag - wie folgt angegeben:

Ahlen: 88 aktive Fälle (+16), 190 Gesundete, 10 Tote, 288 Fälle seit März

Beckum: 18/112/1/131

Beelen: 0/33/0/33

Drensteinfurt: 14/59/2/75

Ennigerloh: 3/71/0/74

Everswinkel: 0/40/0/40

Oelde: 1/274/5/280

Ostbevern: 3/13/1/17

Sassenberg: 1/40/1/42

Sendenhorst: 2/57/0/59

Telgte: 11/49/0/60

Wadersloh: 0/47/0/47

Warendorf: 7/87/1/95.

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