Drei Wochen Lockdown light: Landrat zieht Bilanz
Südkreis ist nach wie vor am stärksten betroffen

Kreis Warendorf -

Der Anstieg der Corona-Neuinfizierungen ist gebremst, aber nicht gesenkt. Landrat Dr. Olaf Gericke mahnt daher weiter zu erhöhter Wachsamkeit.

Samstag, 21.11.2020, 12:23 Uhr aktualisiert: 21.11.2020, 12:30 Uhr
Landrat Dr. Olaf Gericke macht den Ernst der Coronalage im Kreis Warendorf deutlich.
Landrat Dr. Olaf Gericke macht den Ernst der Coronalage im Kreis Warendorf deutlich. Foto: Kreis Warendorf

Seit drei Wochen befindet sich auch der Kreis Warendorf im „Lockdown light“. Das nimmt Landrat Dr. Olaf Gericke zum Anlass, eine erste Bilanz zu ziehen.

„Die Maßnahmen der Bundesregierung haben den Anstieg der Fallzahlen zwar gebremst, aber leider keine Senkung bewirkt“, lautet das Fazit des Landrats. Insbesondere der Südkreis ist nach wie vor deutlich stärker betroffen als der Nordkreis. Die höchsten Infektionszahlen weisen Ahlen (299 akut Infizierte), Oelde (141 akut Infizierte) und Beckum (129 akut Infizierte) auf. „Wir können leider nicht immer einen Infektionsherd ausmachen, das macht es so unberechenbar“, sagt Gericke.

Unterdessen wird auch die Liste der betroffenen Einrichtungen immer länger. In vielen Kommunen sind oder waren Schulen, Kitas oder Pflegeheime von Infektionsfällen betroffen. Hierbei handelt es sich jedoch meist um Einzelfälle. „Ich bin sehr froh, dass die Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen weitgehend unter Kontrolle ist. Allerdings musste in drei Einrichtungen in Ahlen, Wadersloh und Oelde ein Aufnahmestopp oder ein Besuchsverbot ausgesprochen werden, weil es dort Coronaausbrüche gegeben hatte. Das zeigt, dass wir alle wachsam bleiben müssen.“ Besonders bedauerlich sei, dass seit Anfang November acht weitere Menschen aus dem Kreis Warendorf verstorben seien. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 30 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekanntgeworden.

Unterdessen hat die Kreisverwaltung eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die den Aufbau eines Impfzentrums im Kreis Warendorf vorbereitet. „Unsere dringendste Aufgabe ist es jetzt, einen geeigneten Standort zu finden“, berichtet der Landrat. Entscheidend seien insbesondere eine gute Erreichbarkeit, geeignete Räumlichkeiten, Lagerräume, sanitäre Anlagen und Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Auch der Sicherheitsaspekt spiele eine wichtige Rolle. Zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung werde man den Einsatz von medizinischem Personal im Impfzentrum klären.

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