Quote sinkt besonders bei Jugendlichen
Arbeitsmarkt in der Region hat sich etwas stabilisiert

Kreis Warendorf -

Trotz Corona zeigt sich der Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf ziemlich robust. Noch wenigstens - das sagt der Leiter des Arbeitsagentur Ahlen-Münster, Joachim Fahnemann.

Dienstag, 01.12.2020, 12:32 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 12:52 Uhr
Joachim Fahnemann: „Im Handel und bei Kurierdiensten, aber auch in den öffentlichen Verwaltungen wurden neue Mitarbeiter gesucht.“
Joachim Fahnemann: „Im Handel und bei Kurierdiensten, aber auch in den öffentlichen Verwaltungen wurden neue Mitarbeiter gesucht.“ Foto: Beate Kopmann

Im November konnte die Arbeitslosigkeit im Kreis Warendorf erstmals seit April wieder unter die Marke von 7600 fallen. 7596 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet – 457 weniger als im Oktober. Ein Rückgang um 5,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. „Damit entwickelt sich der Arbeitsmarkt saisontypisch“, erläutert Joachim Fahnemann , Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, und ergänzt: „Im Herbst stellen Unternehmen und Verwaltungen üblicherweise wieder mehr Personal ein. Im Handel und bei Kurierdiensten, aber auch in den öffentlichen Verwaltungen wurden neue Mitarbeiter gesucht. Die Einschränkungen durch den von der Regierung verhängten Lockdown Light haben daher bislang nicht zu einer steigenden Arbeitslosigkeit geführt“.

Auch, wenn wir aktuell eine Erholung sehen: Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt spürbar getroffen. Viel wird in den nächsten Wochen und Monaten davon abhängen, wie sich die gesundheitliche Situation und damit verbundenen nötigen Einschränkungen weiterentwickeln.

Joachim Fahnemann

Besonders deutlich ging die Jugendarbeitslosigkeit zurück. Im November waren 697 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet, 128 weniger als im Vormonat. Das entspricht einem Rückgang um 15,5 Prozent. „Damit bewegt sich die Arbeitslosigkeit unter den jungen Menschen fast wieder auf dem Niveau des Vorjahres.“

Insgesamt habe sich der Arbeitsmarkt in der Region etwas stabilisiert, so Fahnemann. Eine Prognose, wie es sich weiterentwickeln werde, sei aber schwer zu treffen: „Auch, wenn wir aktuell eine Erholung sehen: Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt spürbar getroffen. Viel wird in den nächsten Wochen und Monaten davon abhängen, wie sich die gesundheitliche Situation und damit verbundenen nötigen Einschränkungen weiterentwickeln.“

Insgesamt 521 neue Stellenmeldungen

Insgesamt 521 neue Stellenmeldungen gingen bei der Arbeitsagentur ein, 155 weniger als im Oktober und 109 weniger als im Vorjahresvergleich. Insgesamt waren 2825 freie Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, 27 weniger als im Oktober und 339 weniger als vor einem Jahr.

Höchststand: 17 276 Beschäftigte in Kurzarbeit

Endgültige Daten zu Kurzarbeit liegen nun für die Monate März bis Mai vor. Erwartungsgemäß stieg die Kurzarbeit durch die Corona-Pandemie im April auf einen Höchststand mit 1613 Betrieben, die für 17 276 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet haben. Mit der teilweisen Aufhebung der Corona-bedingten Einschränkungen sank im Mai auch die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe. 1603 Unternehmen hatten für 12 932 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet. Betroffen war besonders das verarbeitende Gewerbe. Hier waren in 201 Betrieben 6186 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Im Handel waren 294 Unternehmen mit 2043 Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, und im Hotel- und Gastgewerbe rechneten 232 Firmen für 858 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld ab.

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