Projekt zur digitalen Baugenehmigung startet im Kreis
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Kreis Warendorf -

Der Kreis Warendorf ist Pilotbehörde für das Projekt Digitale Baugenehmigung. Die Vorbereitungen für die Umsetzung sind angelaufen.

Dienstag, 05.01.2021, 06:51 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 07:01 Uhr
„Digitale Baugenehmigung“ lautet das Projekt, zu dem sich jetzt Dennis Walendi (stellvertretender Bauamtsleiter), Dr. Herbert Bleicher (Baudezernent), Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Stefan Funke (Dezernent für Digitalisierung), Sigurd Peitz (Bauamtsleiter) und Stefan Tripp (IT-Mitarbeiter) austauschten.
„Digitale Baugenehmigung“ lautet das Projekt, zu dem sich jetzt Dennis Walendi (stellvertretender Bauamtsleiter), Dr. Herbert Bleicher (Baudezernent), Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Stefan Funke (Dezernent für Digitalisierung), Sigurd Peitz (Bauamtsleiter) und Stefan Tripp (IT-Mitarbeiter) austauschten. Foto: Kreis Warendorf

Der Kreis Warendorf bekommt ein digitales Bauamt. Das Land NRW hat den Kreis als Pilotbehörde für das Projekt „Digitale Baugenehmigung“ ausgewählt. Vor dem Start des digitalen Antragsassistenten im Bauportal.NRW sind alle 212 Bauaufsichtsbehörden ausführlich informiert worden, schreibt die Kreisverwaltung. „Die vielfältigen Chancen einer vollständig digitalen Verfahrensbearbeitung sollen für weiteren Service, zur Beschleunigung und Ressourcenschonung genutzt werden“.

Das Kreisbauamt hat in einer Videokonferenz den vier Bauaufsichtsbehörden der Städte Ahlen, Beckum, Oelde und Warendorf den aktuellen Projekt- und Umsetzungsstand vorgestellt. Zudem haben sich jetzt auch Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Stefan Funke , Dezernent für Digitalisierung, und Baudezernent Dr. Herbert Bleicher im Bauamt über das neue Verfahren informiert. „Durch die Teilnahme am Projekt der Landesregierung, die uns als eine von sechs landesweiten Modellkommunen für das Projekt ausgewählt hat, schaffen wir ein Baugenehmigungsverfahren, das noch bürger- und investorenfreundlicher wird. Das ist ein wichtiger Standortfaktor und damit ein echtes Plus für den Kreis Warendorf“, betont der Landrat.

Wesentlicher Baustein des digitalen Baugenehmigungsverfahrens sei ein Antrags- und Dokumentenassistent, der über das Bauportal.NRW gestartet werde. Dort werde über einen Zuständigkeitsfinder die für das Baugrundstück zuständige Bauaufsichtsbehörde aufgeführt. Dazu seien viele inhaltliche und technische Details zum Teil bundesweit abgestimmt worden.

Das Bauportal.NRW wird zurzeit getestet, ob die dort eingegebenen Informationen sicher übertragen und in die Fachsoftware der Bauaufsichtsbehörde automatisch eingelesen werden. „Der Kreis wird gemeinsam mit dem NRW-Bauministerium, Entwicklern und dem Fachverfahrenshersteller diese Tests im Januar machen“, erläuterte Stefan Funke.. Sobald die Tests erfolgreich abgeschlossen seien, können alle Bauaufsichtsbehörden, die mit dem erforderlichen technischen Stand arbeiten, das Bauportal.NRW nutzen. Zum Start können Bauanträge und Bauvoranfragen in einem „einfachen Baugenehmigungsverfahren“ digital eingegeben werden. Die baurechtlichen Verfahren soll 2021 schrittweise erweitert werden.

Damit den Antragstellern, Planern und Behörden die eingereichten Unterlagen auch digital zur Verfügung stehen, wird im Rahmen des Modellprojektes als zweiter Baustein eine Diese soll den Bauaufsichtsbehörden spätestens 2022 angeboten werden, um dann alle baurechtlichen Verfahren von der Antragstellung bis zur Baugenehmigung und Nutzungsaufnahme vollständig digital zu bearbeiten. Schrittweise wird dies vom Kreisbauamt in den nächsten anderthalb Jahren eingeführt. Im Februar will man sich erneut über den aktuellen Projektstand austauschen.

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