Kreisarchiv soll digitalisiert werden
Akten für viele zugänglich machen

Kreis Warendorf -

Was war in der Zeit vor 1800? Möglicherweise ist diese Frage für Interessenten demnächst ein bisschen einfacher zu beantworten. Der Kreis will sein Archiv digitalisieren.

Mittwoch, 06.01.2021, 21:13 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 21:20 Uhr
Organisieren gerade ein großes Projekt: Kreisarchivar Dr. Knut Langewand, Personaldezernentin Petra Schreier, Kreisdirektor Dr. Stefan Funke und Dr. Ralf Guntermann aus dem Landesarchiv NRW (von links).
Organisieren gerade ein großes Projekt: Kreisarchivar Dr. Knut Langewand, Personaldezernentin Petra Schreier, Kreisdirektor Dr. Stefan Funke und Dr. Ralf Guntermann aus dem Landesarchiv NRW (von links). Foto: Kreis Warendorf

Das wohl größte Projekt in der Geschichte des Kreisarchivs hat begonnen: Zusammen mit dem Landesarchiv Münster wird das Kreisarchiv in den nächsten drei Jahren seine gesamten Unterlagen aus der Zeit vor 1800 digitalisieren und online stellen. Insgesamt 300 000 Bilddateien werden so für alle Interessierten zugänglich gemacht, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

„Dafür werden wir mehr als 3000 Urkunden und 4000 Akten unter größter Vorsicht scannen“, berichtet Kreisarchivar Dr. Knut Lange­wand. Die Archivalien stammen aus den alten Stadtarchiven von Ahlen, Beckum, Freckenhorst, Oelde und Warendorf und datieren aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit.

Dazu kommen kleinere Altbestände aus Everswinkel, Sassenberg und Sendenhorst. Nach dem Scannen werden die Dateien im Online-Portal „Archive NRW“ abrufbar sein.

„Damit möchten wir unsere Archivalien möglichst vielen Nutzern zugänglich machen – sogar weltweit“, sind sich Langewand und Dr.Ralf Guntermann aus dem Landesarchiv einig. Der Kreis Warendorf erhoffe sich davon einen spürbaren Impuls für die historische Forschung.

„Informationen über einen Großteil unseres Archivguts sind schon jetzt über das Portal „Archive NRW“ abrufbar“, sagt Personaldezernentin Petra Schreier. „Wir wollen der an der Geschichte interessierten Öffentlichkeit unsere Archivbestände in möglichst großem Umfang digital und online zugänglich machen“, ergänzt Digitalisierungsdezernent Dr. Stefan Funke.

Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die 79 000 Euro dafür zugesagt habe. Die DFG ist die zentrale Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft in Deutschland. Ihr Jahresetat von über drei Milliarden Euro wird von Bund und Ländern sowie aus Zuwendungen der EU und aus dem privaten Bereich bestritten.

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