Bauausschuss will mehr Mitsprache bei Genehmigung von Bauprojekten
Fensterlüftung statt Klimaanlage

Kreis Warendorf -

Für Jobcenter und Gesundheitsamt wird in Beckum neu gebaut - auf Wunsch der Politik aber kostengünstiger als im Architektenentwurf vorgesehen.

Mittwoch, 03.02.2021, 06:00 Uhr
Auch mit der abgespeckten Version des neuen Bürozentrums des Kreises in Beckum, in dem Jobcenter und Gesundheitsamt in Nachbarschaft zum Berufskolleg untergebracht werden sollen, zeigte sich die Mehrheit im Kreisbauausschuss zufrieden.
Auch mit der abgespeckten Version des neuen Bürozentrums des Kreises in Beckum, in dem Jobcenter und Gesundheitsamt in Nachbarschaft zum Berufskolleg untergebracht werden sollen, zeigte sich die Mehrheit im Kreisbauausschuss zufrieden.

Der Neubau eines Bürogebäudes für das Jobcenter und das Gesundheitsamt in Beckum nimmt Formen an. Kreishochbauamtsleiter Hendrik Borgstedt stellte in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag die abgespeckte Planung vor, nachdem der ursprüngliche Entwurf des Büros Architekten Spiekermann die Jury zwar begeistert hatte, aber sich bei der Ermittlung der Kosten als deutlich teurer herausstellte.

Daraufhin hatte der Kreis auf die Bremse getreten und die Architekten aufgefordert, einen kostenoptimierten Entwurf vorzulegen. Den stellte Oliver Spiekermann den Mitgliedern des nach der Kommunalwahl neubesetzten Bauausschusses vor. Der Kostenrahmen von 3,2 Millionen war auf Empfehlung Spiekermanns um zehn Prozent auf 3,5 Millionen Euro als Sicherheitsaufschlag heraufgesetzt worden. Doch auch dieser Betrag erwies sich bei der Ausführungsplanung als zu niedrig, so dass am Ende 4,4 Millionen Euro standen. Die Verteuerungen begründete der Architekt mit dem ursprünglich geplanten Anschluss an die Fernwärmeversorgung, mit Elektro- und Belüftungsinstallationen sowie Stromanschlüssen für E-Autos. Übrig geblieben sind jetzt nur noch Kühldecken und eine klassische Fensterlüftung.

Nach Umplanung, die zu einer Straffung des gegliederten Gebäudekomplexes führte, bleiben Mehrkosten für die Gründungsarbeiten, die auf rund 110 000 Euro geschätzt werden und für eine effiziente Kühlung in Höhe, so dass sich die projektierten Kosten auf 3,75 Millionen Euro erhöhen.

Ralf Pomberg (SPD), Hubert Grobecker (Bündnis 90/Die Grünen) und Arne Engelbrecht (Freie Wähler) blieben dennoch skeptisch. Pomberg mahnte: „Wir sollten uns keine Luxusausführung leisten“, und monierte zusätzlich, dass über das Bauprojekt kein gesonderter Beschluss gefasst wurde, sondern nur im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden wurde. Die eigentliche Beschlüsse seien bereits vor zwei Jahre im Bauausschuss gefallen, entgegnete Kämmerer Dr. Stefan Funke und unterstrich, dass die Mitarbeiter der Behörden auf verbesserte Arbeitsbedingungen warten.

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