Jobcenter zieht Bilanz
Trotz Corona ein Jahr voller Rekorde

Kreis Warendorf -

Das Jahr 2020 war das Corona-Jahr – und dennoch ist es im Jobcenter gut gelaufen. Es war sogar das Jahr der Rekorde - das lag auch an Amazon.

Donnerstag, 04.02.2021, 06:14 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 06:20 Uhr
Jobcenter zieht Bilanz: Trotz Corona ein Jahr voller Rekorde
Foto: Meyer

„Trotz Corona war es ein sehr, sehr gutes Jahr, und wir gucken auch optimistisch auf das Jahr 2021.“ Das versicherte der Leiter des Jobcenters Dr. Ansgar Seidel den Mitgliedern des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Gleichstellung. „Der Arbeitsmarkt ist robust. Und die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist im Dezember sogar auf einen Rekordwert von 7090 gesunken“, so Seidel. In diesen Bedarfsgemeinschaften leben Menschen, die Hartz-IV-Bezüge erhalten.

Im Haushaltsplan für 2021 hatte der Kreis Warendorf zunächst 7600 Bedarfsgemeinschaften kalkuliert. Wegen der unerwartet guten Entwicklung wurde diese Zahl aber nach unten korrigiert – auf 7350 Bedarfsgemeinschaften.

Unterm Strich gibt es im Bereich des Jobcenters Haushaltsverbesserungen von 818 000 Euro. Dem Etatentwurf, soweit er in die Zuständigkeit des Fachausschusses fällt, stimmte dieser zu. Das Votum war einstimmig – bei Enthaltung der Linken.

Dass die Integrationsquote des Jobcenters (23,1 %) über dem Land (18,1 %) und dem Bund (19,8 %) liegt, erklärte Seidel im Wesentlichen mit der Vermittlung von fast 400 arbeitssuchenden Leistungsbeziehern zum Amazon-Logistik-Center in Oelde.

Dennis Kocker (SPD) wollte wissen, wie realistisch es sei, dass die Zahlen der Bedarfsgemeinschaften sich im Jahresverlauf nicht wieder nach oben entwickeln. In Anbetracht des prognostizierten Wirtschaftswachstums hält Seidel das für unwahrscheinlich. Im Übrigen wollte das Jobcenter aber auch „lieber zu mutig als zu vorsichtig“ sein.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7798762?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F1808486%2F
Nachrichten-Ticker