Geflügelpest-Verdacht
Entenmastbetrieb muss 20 000 Tiere töten

Versmold/Sassenberg/Füchtorf -

In Versmold besteht der Verdacht eines Geflügelpestausbruchs. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe hat den Nachweis von Influenza A vom Typ H5 in dem Bestand bestätigt.

Dienstag, 02.03.2021, 17:37 Uhr
Wie hier in Volkmannsdorf bei Saalfeld 2007 könnte es nun in Versmold zu einem Geflügelpestausbruch gekommen sein.
Wie hier in Volkmannsdorf bei Saalfeld 2007 könnte es nun in Versmold zu einem Geflügelpestausbruch gekommen sein. Foto: dpa (Symbolbild)

Betroffen ist ein Entenmastbetrieb in Versmold. Das Veterinäramt des Kreises Gütersloh hat wegen des dringenden Verdachts auf einen Geflügelpestausbruch und aus Tierschutzgründen die Tötung des Bestandes – ungefähr 20 000 Tiere – und alle weiteren notwendigen Maßnahmen veranlasst.

Tierärztin meldete Verdacht

Nachdem die den Betrieb betreuende praktische Tierärztin den Verdacht der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung gemeldet hatte, wurde der Bestand durch amtliche Tierärzte klinisch untersucht und Proben zur Untersuchung ins Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Ostwestfalen-Lippe Westfalen in Detmold eingesandt. Dies bestätige am Montag den Verdacht, der nun vom Friedrich-Löffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Ostseeinsel Riems bestätigt werden muss. Das Kreis-Veterinäramt hat daraufhin das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und das Landesamt für Natur und Verbraucherschutz über den Verdacht informiert. Es handelt sich um den ersten Ausbruch von Geflügelpest in einem Geflügelbetrieb in dem Seuchenzug 2020/2021 in NRW.

Sperrbezirk könnte eingerichtet werden

Sollte der Befund durch das FLI bestätigt werden, richtet das Veterinäramt mittels einer Tierseuchenverfügung einen Sperrbezirk (mindestens drei Kilometer Durchmesser) und ein Beobachtungsgebiet (mindestens zehn Kilometer Durchmesser) rund um den betroffenen Betrieb ein. In diesen Bereichen gelten Einschränkungen für Halter und Vermarkter von Geflügel. In einem ganz kleinen Bereich der Beobachtungszone wäre der Kreises Warendorf betroffen. In den Gebiet gibt es laut Auskunft des Kreises aber keine Geflügelbestände.

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