Ostbevern
Von Seilakrobatik bis Bewerbungsgespräch

Donnerstag, 25.09.2008, 18:09 Uhr

Ostbevern . Sie durften bei der Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik (DEULA) in Warendorf in die Berufszweige Landwirtschaft, Gartenbau, Lagerlogistik und Metallverarbeitung hineinschnuppern. Bei der AOK lernten sie, wie man sich korrekt bewirbt. Im Niedrigseilgarten von Dirk Boll bewiesen die Schüler der Klassen 8 a und 8 b der Josef-Annegarn-Schule Teamfähigkeit. Was haben sie dabei gelernt? „Das Arbeit sehr anstrengend ist“, flachst der stellvertretende Schulleiter Andreas Behnen .

Doch Scherz beiseite: „Mir hat der Umgang mit Metall viel Spaß gemacht“, erinnert sich Kamil Jakubowski. Karina Holtkamp ergänzt: „Besonders im Niedrigseilgarten mussten wir in anderen Gruppen zusammenarbeiten, als wir es aus der Klasse gewohnt sind. Eine positive Erfahrung.“

Ivonne Brandherm hat festgestellt, dass Berufsvorbereitung an anderen Schulen oft „kein Thema“ ist, auch wenn sie es sein sollte. Was Lehrerin Viola Externest gern bestätigt: „Ich kenne mehrere Hauptschulen. Die Intensität, mit der die Schüler in Ostbevern auf den Beruf vorbereitet werden, ist einzigartig.“ Da nähmen die Schüler ist gern in Kauf, den ganzen Tag mit nur einer halbstündigen Pause hellwach sein zu müssen, so Berufswahl-Koordinatorin Maria Konietzny.

„Endlich wieder eine richtige Pause“, habe ein beteiligter Schüler am ersten Schultag nach dem Berufsorientierungscamp geseufzt, erinnert sich Lehrer Uwe Gravemeier. Andreas Behnen hofft, dass das nicht für das Projekt gilt. Dieses möchten er und die Verantwortlichen, zu denen auch die Koordinatorin Hedwig Flaute zählt, im nächsten Jahr nämlich gern weiterführen. Ob das klappt, hängt davon ab, ob das Land ein weiteres Mal einen Zuschuss bewilligt. 8500 Euro, so Hedwig Flaute, hat die Durchführung des viertägigen Berufsorientierungscamps gekostet. Ihrer Meinung nach ist das Geld gut angelegt.

„Das macht sich langfristig bezahlt“, glaubt auch Viola Externest. Einige ihrer Schüler hätten sich nach dem Training direkt um Praktikumsplätze bemüht und diese auch gefunden. „Dazu haben aber sicher auch die Gespräche mit den Firmen auf der BOMO vor wenigen Wochen beigetragen“, glaubt sie.

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