Ostbevern
Hiätt Ostbiäm nu ´ne U-Bahn?

Sonntag, 14.02.2010, 15:02 Uhr

Ostbevern - „Ostbevern Helau“ - mit diesem Zuruf begrüßte Friedolin Sicking am Samstagabend die Besucher des Kolpingkarnevals . In der Gaststätte Mersbäumer erwartete die Närrinnen und Narren ein abwechslungsreiches Programm, das Agnes Sicking auf die Bühne gebracht hatte.

Als „Frau Heilig und Frau Fromm“ spielten sich Nadine und Burkhard Orthaus in die Herzen der Gäste. Mit ihrem Gespräch über ihre prall gefüllten Wochenpläne, ihrem Beitrag zum kirchlichen Gemeindeleben in Ostbevern und nicht zuletzt mit dem abgewandelten Klassiker „Aber bitte mit Weihrauch“ begeisterten die zehnjährige Nadine und ihr Vater Burkhard Orthaus.

„Der Wossi“, alias Peter Licher, wurde anschließend auf der Bühne begrüßt. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalles machte er aus Ossi und Wessi kurzerhand „Wossi“ und warf einen Rückblick auf DDR-Zeiten und seine Reise nach Berlin. Mit einem Karnevalsorden und viel Applaus wurde er aus der Bütt entlassen.

Das schon legendäre Männerballett, bestehend aus Markus Berger, Willi Gerding, Andreas Höppener-Loevenich, Peter Knoblich, Peter Nosthoff und Gerd Wientke, brachte das Publikum auf Touren. Mit ihrem außergewöhnlichen Tanz in knallig bunten Anzügen nach der Musik von „Que sera mi vida“ und „Staying alive“ beeindruckten sie sichtlich.

Über Diätversuche, die Unterschiede von Frau und Mann und natürlich auch über die Kirche erzählte Pfarrer Michael Mombauer. Seine Büttenrede, die er komplett selbst geschrieben hatte, war gespickt mit schwarzem Humor und bitterbösem Witz.

Von Hermann Wiegmann konnte man denken, er sei schon oft bei Tupperpartys gewesen. Wie sonst konnte er vor der Tanzpause über die Plastikschüsseln und das damit verbundene Leid der Männer reden. Auch er hatte die Lacher auf seiner Seite, auch er wurde mit einem Orden aus den Händen von Friedolin Sicking geehrt.

Die etwas naiven Frauen „Settchen und Babettche“, dargestellt von Annemarie Picker und Thea Kerkhoff aus Telgte, ließen sich in einem munteren Zwiegespräch über Pastöre und Männer im Allgemeinen aus.

Geradezu tierisch wurde es danach auf der Bühne. Bauer Felix Hustert und seine Frau Maria als Bäuerin tanzten mit den „Schweinen“ Elke und Heiner Hemkemeyer, Inge und Josef Lanwehr, Elisabeth und Dieter Pech, Maria und Günther Rotthaus, Hedwig und Bernhard Wiedenlübbert sowie Angelika und Franz Josef Wippenhohn zum „Schweinetango“.

„Hiätt Ostbiäm nu ´ne U-Bahn?“ Über die Baustelle Beusenstraße, aber auch über die Fusion der Kirchengemeinden, den Bröcker Kindergarten und nicht zuletzt über die Bürgermeisterwahl ließen sich Heinz Berkenharn und Hubert Kleine Beckmann aus, bevor Andreas Grave als „Mann aus dem wahren Leben“ erzählte. Seit 20 Jahren war er bei jedem Karneval der Kolpingsfamilie auf der Bühne vertreten.

Kurz vor dem Finale mit allen Akteuren präsentierten Ramona Bensmann, Alice Brendel, Monika Büst, Magdalena Löchte, Edeltraut Merschkötter und Alexandra Ridder zur den Klängen von Marianne Rosenberg ihr Damenballett. Für die Musik während und zwischen den Auftritten sorgte DJ Dennis Hunke aus Nordwalde.

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