Ostbevern
Viele Brücken gebaut

Donnerstag, 15.07.2010, 06:07 Uhr

Ostbevern - Ist das die Nachricht, auf die viele seit Monaten warten? „ Michael Bertels und Konrad von der Beeke werden gemeinsam den Führungsstab auf der Loburg bilden“, sagte Aloys Kleine Büning. Was bedeuten würde, dass nach der bereits erfolgten Bekanntgabe von Bertels als neuem Chef des Gymnasiums Johanneum nun auch der neue Leiter des Internats auf der Loburg feststehen würde. Das Bistum Münster hat diese Auskunft, die der Pädagoge im Rahmen eines Festakts zum Abschied von Präses Günter Witthake wie nebenbei gab, allerdings nicht bestätigt.

„Abschied ist die Geburt der Erinnerung“, zitierte Bürgermeister Joachim Schindler Salvadore Dali. Die Erinnerungen an Günter Witthake dürften vielfältig sein, das zeigte sich schon bei der gestrigen Veranstaltung, Mehr als ein Drittel seines Lebens habe der Präses, der gut 20 Jahre das Ruder der Loburg in seinen Händen hatte, sich dem Internat und der Schule gewidmet, erinnerte der bisherige stellvertretende und nun neue Leiter des Johanneums, Michael Bertels. Weil Witthake dabei viele Spuren hinterlassen habe, werde er wohl niemals so ganz gehen.

Dessen ist sich auch Dr. William Middendorf sicher. Der Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung des Bistums Münster hob hervor, dass der Präses die Loburg zu einer weltoffenen und internationalen Einrichtung gemacht habe. Dies zeige sich nicht nur in den Kontakten zu Schulen in Indien, Australien, China, Mexico und anderen Ländern von denen Witthake als „Miteigner eines Frachtschiffs“ viele bereist habe. In der jetzigen sogenannten Freistellungsphase der Altersteilzeit“ werde der Geistliche neue Aufgaben für das Bistum Münster übernehmen, verriet Middendorf.

Mit dem Gedicht „Eine Brücke möchte ich sein“ schlugen Mitglieder der Schülervertretung eine solche zum Wirken von Günter Witthake. „Brücken verbinden die Welt. Sie haben für uns Stück Welt verbunden“.

Weil der Loburg-Chef fast jeden Schüler mit Namen kenne, habe sich schnell ein Wir-Gefühl an der Schule eingestellt, so die Sprecher, die manche lustige Begebenheit aus dem Schulalltag zu erzählen wussten.

Auf seinem Weg nach Hause am Ende der Feierlichkeiten solle Günter Witthake über die weiße Brücke gehen, die das Gelände des Internats mit dem des Gymnasiums verbinde, empfahlen die Jugendlichen dem scheidenden Leiter. Diese heiße nämlich nun „Günter-Witthake-Brücke“ und solle für immer die Verbindung der Schüler mit „ihrem“ Präses symbolisieren.

Aloys Kleine Büning erinnerte daran, dass die „to-do-Listen“, die Witthake oft von seinen Schiffsreisen mitgebracht hatte, nur in Zusammenarbeit mit der „motivierten und leistungsfähigen Mannschaft“ der Loburg hätten verwirklicht werden können. Dabei sei es für den Präses nicht immer leicht gewesen, Vorgesetzter von Lehrer zu sein, „die nicht nur alles, sondern auch alles besser wissen“.

Günter Witthake verlässt Ostbevern und zieht nach Tecklenburg. Dort will er unter anderem in der Pfarrgemeinde mitarbeiten.

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