Ostbevern
„Alles richtig gemacht“

Dienstag, 19.10.2010, 23:10 Uhr

Ostbevern - Hier wird gehämmert, dort gebohrt und drüben verputzt: In der ehemaligen Ratsschänke an der Hauptstraße sind zurzeit die beiden Kegelbahnen das Einzige, das sich noch im alten Zustand befindet. Mitten im Umbauchaos werkelt Ralf Dieckmann . Als gelernter Bauingenieur ist der neue Chef im alten Haus ein Mann vom Fach, dem in Sachen Renovierung keiner etwas vormacht. Von Hektik angesichts des angepeilten Neueröffnungstermins in der zweiten Novemberhälfte und der unfertigen Baustelle keine Spur. „Das ist bestenfalls positiver Stress“, sagt der in Ostbevern geborene Neuunternehmer. Er ist sich angesichts vieler Helfer und lobender Worte schon jetzt sicher, „alles richtig gemacht“ zu haben.

Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Katrin Erdmann will Dieckmann aus der traditionellen ehemaligen Viehwaage und gut bürgerlichen Gaststätte, deren Inhaber Felix Althoff unerwartet verstorben war, ein familienfreundliches Restaurant machen. Ehe er das über 100 Jahre alte Gebäude gekauft hat, hatte sich der neue Chef viele Gedanken gemacht, ein Unternehmenskonzept aufgestellt und die Bank davon überzeugt, dass seine Pläne Erfolg versprechen.

Wenn seine Devise auch „weg von der typischen Kneipe“ lautet: Viele für das Gebäude charakteristische Dinge will Ralf Dieckmann erhalten. Komplett erneuert wurden allerdings die Elektrik, die Heizungsanlage, die Kühlung, das Dach und die komplette obere Etage. Dort entstehen zwei Wohnungen, die eines der drei neuen Standbeine für das Geschäft sein sollen. Die anderen beiden sind das Restaurant und die zwei Kegelbahnen. Schon jetzt haben sich zahlreiche Clubs gemeldet, die dort ihrem Hobby frönen wollen. „Wer interessiert ist, hier zu kegeln, sollte sich bis Ende des Oktobers bei mir melden, damit ich planen kann“, sagt Ralf Dieckmann, ' 0173/2953881.

Das Restaurant, so der Inhaber, soll mit hellen Möbeln eingerichtet werden. Eine Besonderheit wird die Spielecke im ehemaligen Jagdzimmer werden, in dem die Kleinen sich beschäftigen dürfen. „Wen das stört, der ist bei mir am falschen Ort“, versichert Dieckmann. Verwöhnen will er seine Gäste sowohl mit traditionell westfälischer Küche (Himmel und Erde, Sauerbraten) als auch mit leichten Speisen, Spargel (Katrin Erdmann kommt vom Spargelhof in Füchtorf) - und Wein. Den kauft Dieckmann persönlich bei einem Winzer von der Nahe ein. „Ein reiner Handwerksbetrieb. Da weis man, was man bekommt.“

Froh ist der Ostbeverner darüber, dass er große Unterstützung aus dem Ort bekommt und über ein Netzwerk von Freunden, Handwerkern und Zulieferern verfügt, die er kennt und denen er vertraut. Ein Vertrauen, das offenbar auch Ralf Dieckmann genießt. Schon heute liegen ihm Reservierungen für Kommunionsfeiern im Mai 2011 vor. Angesichts so vieler Vorschusslorbeeren nimmt er auch 16-Stunden-Arbeitstage und Büroarbeiten in der Nacht gelassen hin. „Ich habe alles richtig gemacht“, wiederholt er.

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