Ostbevern
Ein Koffer voller neuer Kleider

Dienstag, 05.07.2011, 17:07 Uhr

Ostbevern - 14 Tage lang haben die beiden Priester Father Thadée Musabyimana und Father Jean Damascène Bizimana aus der Partnerdiözese Nyundo aktiv am Leben der Pfarrgemeinde St. Ambrosius teilgenommen. Dabei stand auch ein Besuch in der Nähstube auf dem Programm. Mitgenommen von ihrem Besuch bei den Frauen, die seit Jahren fast im Verborgenen für die Eine Welt tätig sind, haben sie zwei große, gut gefüllte Koffer.

Jetzt sind die Geistlichen auf dem Weg zurück in ihre zentralafrikanische Heimat. Dorthin kehren sie mit zahlreichen Erinnerungen, Erfahrungen und den Gedanken an intensive Gesprächen über die westliche Welt mit ihren Bedingungen in Politik, Wirtschaft und Kirche zurück. Sicher werden sie in ihren Gemeinden über ihre Eindrücke und Erlebnisse berichten, zu denen auch die Begegnung mit den Frauen in der Nähstube gehört.

An jedem zweiten Mittwoch im Monat treffen sich Anni Dieckmann , Anni Homann , Hannelore Jörden, Anneliese Uhlenhake und Martha Wiewel im Obergeschoss des Edith-Stein-Hauses in einer eigens dafür hergerichteten Nähstube, um für zwei Projekte Kleidung und Textilien jeglicher Art herzustellen. Einerseits arbeitet die Gruppe auf den Leprabasar der Kirchengemeinde hin, der seit Jahrzehnten jährlich in der Adventzeit stattfindet. Der Verkaufserlös kommt traditionell der Leprahilfe zugute. Andererseits nähen die rührigen Frauen für die Partnerdiözese Nyundo in Ruanda, Zentralafrika.

Die beiden Priester aus dem Bistum Nyundo waren beeindruckt und hatten viel Spaß bei der Besichtigung. Sie nahmen zwei große Koffer prall gefüllt mit neuer Kleidung in Empfang. Diese werden sie in Ruanda, so versicherten sie, an Adrienne Mukamitali weiterleiten, die sie für Witwen und Waisen verwenden wird.

Die Näherinnen betonten, dass ihnen sehr daran gelegen sei, dass diese Kleidung auch zu den Ärmsten der Armen gelange, was durch die Kontakte vor Ort eindeutig gewährleistet sei. Außerdem verwiesen sie darauf, dass neben ihnen noch weitere bis zu 15 Frauen aus der Gemeinde regelmäßig Strickwaren herstellten, die dann auch den Weg nach Ruanda nähmen.

Komplettiert wurde das Gepäck der Gäste mit einigen liturgischen Gewändern und Altardecken sowie durch 100 Dynamo-Taschenlampen. Letztere sind für die Witwen in Nyundo gedacht.

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