Hilfe im Schulalltag
Sozialpädagogin Natalie Droste berichtet über ihre Arbeit

ostbevern -

Natalie Droste ist eine gefragte Frau. Die Schulsozialarbeiterin, die sei dem 1. September 2010 an der Josef-Annegarn-Verbundschule ihre sich in Elternzeit befindende Kollegin Sonja Awiszus vertritt, hatte nach eigener Auskunft in den vergangenen Monaten „113 Kontakte“ mit Schülern und Schülerinnen, deren Sorgen und Problemen sie sich in der Regel in jeweils drei bis fünf Sitzungen widmet. Über ihre Arbeit berichtete Natalie Droste am Dienstagabend im Schul-, Sozial- und Familienausschuss.

Donnerstag, 20.10.2011, 16:10 Uhr

Außer mittwochs ist die Fachfrau, die eine halbe Stelle mit 19 Wochenstunden innehat, täglich von 9 bis 13.30 Uhr in ihrem Büro in der Josef-Annegarn-Verbundschule zu erreichen. Die meisten ihrer Besucher kommen nach Auskunft von Natalie Droste aus den Klassen fünf bis sechs. „Da gibt es noch Probleme nach dem Schulwechsel, oder die Kinder fühlen sich von Klassenkameraden gemobbt“, berichtet sie. Statt die vermeintlichen Widersacher direkt anzusprechen, setzt die Sozialpädagogin und zertifizierte Insolvenzberaterin, die sich neben ihrer Tätigkeit in Ostbevern in einer Ausbildung zur systemischen Paar- und Familientherapeutin befindet und nebenher auch noch ein Fernstudium der Betriebswirtschaftslehre absolviert, auf „Helfer“. „Ich lade kleine Gruppen ein. Wir reden darüber, dass jemand ein Problem hat und wie man ihm helfen könnte, damit es ihm gut geht. Das führt zu guten Erfolgen.“
In den Klassen acht bis zehn stehen die schulischen Probleme eher im Hintergrund, so Natalie Droste weiter. Dort geht es oft um Schwierigkeiten durch Drogen , Essstörungen, Ritzen und um alkoholabhängige Familienmitglieder, mit denen die Jugendliche ohne Hilfe nicht fertig werden.
In beinahe allen Fällen finden die Sprechstunden im Schulalltag statt. „Rektor Andreas Behnen und das Kollegium unterstützen mich sehr. Sie machen es möglich, dass die Schüler während der Unterrichtsstunden zu mir kommen können“, freut sich Natalie Droste. Wobei sie Wert auf die Feststellung legt, auf eine „Komm-Struktur“ zu setzen. „Die Schüler suchen mich aus eigenem Antrieb aus. Es bringt niemandem etwas, wenn sie geschickt werden.“
Als großen Vorteil sieht die junge Frau es an, dass sie nicht nur ein eigenes Büro in der Annegarn-Schule (Raum 118, gegenüber dem Musikraum) hat, sondern auch über eine eigene Telefonnummer direkt zu erreichen ist (' 9 56 51 17). „Das baut Hemmschwellen ab.“

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