Ostbevern
„Verpflichtung, das Vergessen zu verhindern“

Sonntag, 13.11.2011, 22:11 Uhr

Ostbevern - „Erinnerung, Mahnung und Hoffnung”, so eröffnete Bürgermeister Joachim Schindler am Volkstrauertag die Gedenkfeier auf dem alten Friedhof. „Das Leid beider Weltkriege darf nicht in Vergessenheit geraten.“ Groß war die Beteiligung an den Feierlichkeiten. Der Musikverein und der MGV begleiteten die Veranstaltung.

Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs der Loburg hatten unter der Leitung von Ulrich Lunkebein in Workshops gemeinsam mit niederländischen Schülern die jeweiligen Erinnerungskulturen ausgetauscht. „Wenn wir an den Zweiten Weltkrieg denken, fallen uns sofort immer Stalingrad oder der Wüstenfeldzug ein, wohl eher selten der kurze, aber heftige Feldzug gegen unsere unmittelbaren Nachbarn: die Niederlande”, erinnerte Ulrich Lunkebein. 66 Jahre nach Kriegsende würden die Zeitzeugen immer rarer und damit die Verpflichtung größer, das Vergessen zu verhindern. Viktoria Füssel und Judith Peters berichteten von ihrem Besuch des niederländischen Grebbeberg, heute eine Gedenkstätte. „Wir gedenken hier und heute der niederländischen und deutschen Soldaten sowie aller Zivili­sten, die in diesem kurzen und heftigen Feldzug im Mai 1940 gefallen sind.” Judith Peters berichtete von den bewegenden Erzählungen der Zeitzeugen, die sie bei ihren Besuchen kennenlernten.

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