Kraft für Mensch und Akku
Geist und E-Bike im Gotteshaus auftanken

Ostbevern -

„Auftanken“ können Besucher in der Johannes-Kirche der Loburg in doppelter Hinsicht: Sie können bei einer besinnlichen Pause die Seele baumeln lassen und nebenbei an einer eigens gekennzeichneten Steckdose in einer Seitenkapelle den Akku ihres E-Bikes laden.

Mittwoch, 11.04.2012, 08:04 Uhr

Kraft für Mensch und Akku : Geist und E-Bike im Gotteshaus auftanken
Der helle Innenraum der Johannes-Kirche bietet Gelegenheit zur inneren Einkehr und Besinnung. „Auftanken“ können in dem Gotteshaus aber nicht nur die Besucher. Ihre E-Bikes dürfen sich an einer besonders gekennzeichneten Steckdose einen Stromcocktail zum Akku führen. Foto: Teuber

Eine Kirche als Ausflugziel in der Bevergemeinde? „Das kann nur St. Ambrosius sein“, mag mancher denken. Weit gefehlt: Neben diesem Gotteshaus in der Ortsmitte wird auch die Johannes-Kirche der Loburg oft und gern von Touristen besucht. Wie Spiritual Wolfgang Rensinghoff erklärt, ist sie in vielerlei Hinsicht einen Besuch wert. Neben Ruhe zur Besinnung bei leiser Hintergrundmusik hat die Andachtsstätte, die übrigens an 365 Tagen im Jahr geöffnet ist, eine Besonderheit zu bieten, die anderenorts selten zu finden ist: E-Bike-Fahrer können dort während einer Auszeit nicht nur ihren Geist, sondern auch die Batterien ihrer Leezen „auftanken“. Sie dürfen ihre Räder kostenlos an einer Steckdose parken, die (ein wenig versteckt) in einer Seitenkapelle zu finden ist.

Noch ist die Johannes-Kirche in einigen Pättkesführern lediglich als „Geheimtipp“ verzeichnet. Wie Rensinghoff berichtet, hat es sich unter Radlern aber längst herumgesprochen, dass das Gotteshaus ebenso wie die Loburg und ihr Park lohnende Ziele sind.

„Die Idee, Besuchern zu ermöglichen, in der Kirche nicht nur die Seele, sondern auch die Akkus ihrer Bikes ,aufzutanken’, entstand nach einem Bericht über einen Gastwirt, der es Radlern verwehrt hatte, die Steckdosen in seinem Haus zu benutzen. Den Betroffenen war seinerzeit durch einen Pfarrer geholfen worden, der ihnen Zugang zu einem Anschluss in seiner Kirche gewährte“, macht der Spiritual deutlich. In den Schaukästen der Johannes-Kirche werde auf das Angebot der Loburg hingewiesen.

Wie Fachfrau Birgit Böckenholt berichtet, kann ein Zwischenstopp dort für E-Bike-Fahrer sinnvoll sein. „Wenn der Akku eines solchen Fahrrads komplett leer ist, dann beträgt die Aufladezeit drei bis vier Stunden. So lange wird sich sicher niemand auf der Loburg aufhalten wollen“, glaubt sie. „Ein Zeitraum von einer bis anderthalb Stunden reicht aber aus, um eine halb leere Batterie wieder zu füllen.“ Mit einem Spaziergang durch den Loburger Park oder einer Andacht sieht Rensinghoff diesen Aufenthalt als sinnvoll gefüllt an.

Zurzeit, so der Spiritual, ziehe eine besondere Aktion nicht nur Radfahrer, sondern offenbar auch viele andere Besucher in die Johannes-Kirche. Ein Rundgang unter dem Motto „Mein Leben und ich“ biete dort Gelegenheit, über vieles nachzudenken und so manche Sorge symbolisch in Form eines Steines zurückzulassen. „Die Menge an Steinen, die innerhalb eines Tages angehäuft werden, ist ein Indikator dafür, dass zahlreiche Menschen unser Angebot zur Einkehr nutzen“, freut sich Wolfgang Rensinghoff.

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